Folge 132 – Märchenstunde: Wassilissa die Wunderschöne
Shownotes
Es war einmal…ein Kaufmann, der hatte eine Tochter, Wassilissa die Wunderschöne. Als die Mutter starb, war das Mädchen acht Jahre alt. Sterbend rief die Kaufmannsfrau ihre Tochter zu sich, zog unter ihrer Decke eine Puppe hervor und sagte: „Wassilissuschka, höre auf meine letzten Worte! Ich sterbe und hinterlasse dir mit meinem mütterlichen Segen diese Puppe. Behalte sie stets bei dir und zeige sie niemand; wenn dir ein Unglück zustößt, gib ihr zu essen und frage sie um Rat. Wenn sie gegessen hat, wird sie dir sagen, wie deinem Kummer abzuhelfen ist.“ Dann segnete die Frau ihre Tochter und starb.
Und da wir im Märchen sind, könnt ihr euch denken, was das bedeutet: Der Mann heiratete neu und Wassilissa bekam eine Stiefmutter und zwei Stiefschwestern, die ihr alles andere als wohlgesonnen waren.
Natürlich dachte sich die Stiefmutter allerlei Schikanen aus, wie sie Wassilissa loswerden kann. Ihr Masterplan: Sie zu Baba Jaga schicken, um Feuer zu holen. Denn von der menschenfressenden Hexe, die tief im Wald lebt in einem Haus mit Hühnerbeinen lebt, ist noch nie jemand zurückgekehrt.
Ob der schönen Wassilissa das gelingt und warum Elena glaubt, eine neue Paraderolle gefunden zu haben, hört ihr in dieser Folge. Viel Spaß!
- Musik in dieser Folge: Carl Philipp Emanuel Bach und Johann Christian Bach
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Transkript anzeigen
00:00:02: Vasilisa, die Wunderschöne.
00:00:06: Es lebte einmal ein Kaufmann.
00:00:07: Der war zwölf Jahre verheiratet und hatte nur eine Tochter, Vasilissa, die wunderschöhne.
00:00:13: Als die Mutter starb, war das Mädchen acht Jahre alt.
00:00:16: Sterben trief die Kaufmannsfrau ihre Tochter zu sich.
00:00:20: so konnte ihrer Decke eine Puppe hervor und sagte...
00:00:23: Vasilisushka höre auf meine letzten Worte!
00:00:27: Ich sterbe und ich hinterlasse dir mit meinem mütterlichen Segen diese Puppee.
00:00:31: Behalte sie stets bei dir und zeige sie niemand.
00:00:35: Wenn dir ein Unglück zustößt, gib ihr zu essen und frage sie um Rat.
00:00:40: Wenn sie gegessen hat wird sie dir sagen wie dein Kummer abzuhelfen
00:00:44: ist.".
00:00:45: Dann küsste die Frau ihre Tochter und starb.
00:00:49: Nach dem Tode der Frau trauerte der Mann wie es sich gehörte.
00:00:53: dann aber dachte er neuerdings an Zeiraten.
00:00:56: Er war ein schöner Mann und an Breuten war kein Mangel.
00:01:00: Mehr als alle anderen gefiel ihm eine Witwe.
00:01:03: Sie war nicht mehr jung und hatte selbst zwei Töchterchen ungefähr im gleichen Alter wie Vasilisa, da musste sie wohl eine erfahren Hausfrau und Mutter sein.
00:01:12: Der Kaufmann heiratete sie, betrug sich aber und fand in ihr keine gute Mutter für seine Tochter.
00:01:19: Vasilissa war die schönste im ganzen Dorf – Die Stiefmutter und die Schwestern beneideten sie deshalb und quälten sie mit aller möglichen Arbeit damit sie hässlich würde, mager und brauen von Sonne und Wind.
00:01:30: Ein hartes Leben führte das Kind.
00:01:33: Vasilisa vollführte aber alle Arbeit ohne zu murren, sie wurde immer schöner und voller während die Stiefmutter und ihre Töchter von Miskunst immer magerer und hässlicher wurden.
00:01:43: Und doch saßen Sie immer da mit den Händen im Schoß wie Damen!
00:01:47: Wie ging das zu?
00:01:49: Die Puppe half Vasilissa.
00:01:51: Ohne sie hätte das Mädchen mit der Arbeit nicht fertig werden können.
00:01:54: Dafür aß Vasilisa oft selbst nichts und bewahrte die schmackhaftesten Bissen auf.
00:01:59: Und wenn abends alle zur Ruhe gegangen waren, sperrte sie sich in ihrem Bodenkämmerchen ein, brachte der Puppe das Essen und sprach dabei...
00:02:14: Die
00:02:21: Puppe Aas gab ihr gute Ratschläge, tröstete sie und machte am nächsten Morgen alle Arbeit für sie.
00:02:28: Vasilisa konnte spazieren gehen und Blumen pflücken – trotzdem waren die Beete bei Zeiten gejätet, der Kohl abgesucht das Wasser getragen, der Herd geheizt.
00:02:37: Die Pappe lehrte sie über dies Gras- und Kräuter kennen!
00:02:41: So war das Leben mit der Pappe schön und die Jahre vergingen.
00:02:45: Viselisa wuchs heran und alle Burschen des Dorfes warben um sie.
00:02:49: Die Töchter der Stiefmutter aber sah niemand an.
00:02:52: Da wurde die Stiefmuttern noch böser wie früher und antwortete allen Bewerbern,
00:02:57: ich gebe die jüngere Tochter nicht vor den Älteren her!
00:03:00: So schickte sie die Brautwerber fort – und ihrem Zorn ließ ihren Basilisa mit Schlägen aus.
00:03:06: Einmal musste der Kaufmann in Geschäften für lange Zeit verreisen.
00:03:10: Die Stiefmother übersiedelte währenddessen in ein anderes Haus das nahe in einem dichten Wald stand.
00:03:16: In dem Wald war eine Wiese.
00:03:18: Auf der Wiese stand eine Hütte.
00:03:20: In der Hütta wohnte Baba Yaga, die ließ niemand zu sichereien und fraß Menschen als wehrendes Hühner.
00:03:27: Während des Umzugs sandte die Kaufmannsfrau die verhasste Vassilisse oft in den Wald.
00:03:31: sie kehrte aber immer wohl behalten zurück denn die Puppe zeigte ihr die Wege auf denen sie die Hütte Babayagas vermied.
00:03:38: So kam der Herbst!
00:03:40: Die Stiefmutter stellte allen drei Mädchen ihre Aufgabe für den Abend.
00:03:44: Eine musste Spitzen klöppeln, die zweite Strümphe stricken und Vasilisa spinnen jede eine bestimmte Menge.
00:03:52: Die Mutter verlöschte das Feuer am ganzen Haus und ließ nur dort vor den Mädchen arbeiteten eine Kerze brennen.
00:03:58: Sie selbst legte sie schlafen – die Mädchen arbeiten.
00:04:03: Die Kerze brannte herunter und einer von Stiefmutters Töchter nahm die Schere als wollte sie ihn doch drichten.
00:04:09: Auf Befehl der Stiefmutter verlöshte sie dabei das Licht wie aus Versehen.
00:04:13: Was soll jetzt geschehen?
00:04:14: fragten die Mädchen einander.
00:04:16: Im ganzen Hause brennt kein Feuer und unsere Arbeit ist noch nicht beendet, wir müssen Feuer bei Baba
00:04:22: Yaga holen!
00:04:24: Mir leuchten die Stecknadeln.
00:04:25: ich gehe nicht
00:04:27: sagte sie welche Klöppelte.
00:04:29: Ich gehe auch nicht
00:04:30: sagte die zweite.
00:04:31: mir
00:04:31: geben die Stricknadel nicht genug.
00:04:34: Du musst um Feuer
00:04:35: gehen
00:04:36: riefen beide.
00:04:37: Gehe zu Baba Yagá.
00:04:39: Dabei stießen Sie Vasilisa aus der Stube.
00:04:42: Vasilisa ging mir in ihr Kämmerchen, setzte Essen vor ihre Puppe und sagte...
00:04:47: ...Puppe!
00:04:47: Da ist und höre mein Jammer.
00:04:50: Sie schicken mich zu Baba Yaga um Feuer.
00:04:52: Baba Yagar wird mich
00:04:53: fressen.".
00:04:54: Die Puppee aß, ihren Augen glänzten wie zwei Lichter und sie sprach,...
00:05:00: Was
00:05:10: Elisa steckte die Puppe in ihre Tasche, bekreuzte sich und ging unter Zittern im Finsternwald.
00:05:16: Plötzlich jagte ein Reiter an ihr vorbei.
00:05:18: der war ganz weiß, weiß auch sein Kleid, sein Pferd um die Züge.
00:05:23: da wurde es Licht.
00:05:25: sie ging weiter.
00:05:26: das springte plötzlich ein anderer Reiter vorbei.
00:05:29: der war ganze rot Rot aus einem Pferde und seine Kleider Da gingen die Sonne auf.
00:05:35: Vasilisa ging die ganze Nacht und den ganzen Tag.
00:05:37: Erst
00:05:38: am nächsten Abend kam sie auf die Wiese, wo Babaja Gas-Hütte stand.
00:05:42: Der Zaun um die Hütte war aus Menschenknochen, Auf dem fählen ragten Totenschädel mit leeren Augen.
00:05:48: Statt der Angeln an Tor waren Füße, statt der Riegel Hände Anstelle des Schlosses ein Mund mit scharfen Zähnen angebracht.
00:05:56: Vor Schreck blieb Vasilissa wie angemort stehen!
00:05:59: Plötzlich sprengte das Weges wieder ein Reiter, der war ganz schwarz.
00:06:03: Schwarz auf seinem Pferd und seine Kleider!
00:06:05: Er sprengt jetzt im Tor und verschwand als hätte ihn die Erde verschluckt... Da wurde es Nacht.
00:06:11: Die Dunkelheit dauerte aber nicht lange.
00:06:13: In allen Totenschädeln des Zaumes ergelühten die Augen.
00:06:16: Davon wart es auf der Wiese hell wie bei Tag.
00:06:19: Was sie ließ erzitterte vor Angst, blieb aber stehen, der sie nicht wusste wohin sie entfliehen könnte.
00:06:25: Auf einmal erhob sich im Wald einen schrecklicher Lärm.
00:06:28: Die Bäume krachten, die trockenen Blätter raschelten.
00:06:32: Aus dem Wald fuhr Baba ja gar nach Hause in ihrem Mörser, trieb ihn an mit der Keule und verwischte ihre Spur mit den Besen.
00:06:40: Bei dem Tor hielt sie an, schnupperte ringsum und
00:06:42: rief... Fui!
00:06:45: Fui!!!
00:06:46: Hier riecht es nach Russen!
00:06:48: Wer ist da?
00:06:50: Angst erfüllt trat Vasilisa zu ihr hin, verneigte sich tief und sagte
00:06:55: Ich bin es, Mütterchen.
00:06:56: Stiefmutters Töchter schickten mich zu dir um Feuer.
00:07:00: Schon gut!
00:07:01: sagte Baba Yaga.
00:07:03: Ich kenne sie.
00:07:04: Bleibet bei mir und arbeite für mich.
00:07:07: Dann gebe ich dir Feuer.
00:07:09: Sonst aber
00:07:10: fresse ich dich?
00:07:12: Dann wandte sie sich an das Tor und rief...
00:07:14: Hey meine starken Riegel geht zurück.
00:07:18: mein starkes Tor spring
00:07:19: auf.
00:07:20: Das Tor sprang auf und sausend fuhr Baba Yagar hinein.
00:07:24: Vasilisa hinterdreien.
00:07:26: Dann schlug das Tor wieder zu.
00:07:28: Im Zimmer regte sich Baba Jagar und sagte zu Vasilissa,
00:07:32: Geb her was im Ofen steht!
00:07:34: Ich will essen!
00:07:36: Vasilis entzündete ein Kienspahn an den Totenschädeln am Zaun und tolte Jagar das Essen aus dem Ofen herbei.
00:07:42: Das war ins Zerstückelter gekochter Mensch.
00:07:45: Aus dem Keller holte sie Quass, Honigbier und Wein Die alte Ars und Trank alles auf.
00:07:51: Für Vasilisa blieb nur ein Restchen Kuhlsuppe, ein Rändchen Brot und ein Stückchen Schweinefleisch.
00:07:58: Dabei Jagar legte sich schlafen und sagte zu Vasilissa...
00:08:01: Morgen!
00:08:02: Wenn ich fortfahre, reinige den Hof und fege die Hütte, richte das Essen und wasche die Wäsche.
00:08:08: Gehe auf den Boden, hol dir einen Viertel Weizen und ließ ihn aus.
00:08:12: Sie zu, dass du fertig wirst, ehe ich nach Hause komme, sonst fresse ich
00:08:16: dich
00:08:17: auf.".
00:08:18: Und kaum hatte sie diese Befehle erteilt?
00:08:20: begann sie zu schnarchen.
00:08:24: Vasilisa stellte die Reste des Essens vor die Puppe und sagte,
00:08:27: «Puppe!
00:08:28: Da ist und höre
00:08:29: mein Jammer!
00:08:30: Schwere Aufgaben stellte mir Baba Jaggar und droht mich aufzufressen wenn ich nicht alles ausführe.
00:08:36: – hilfe mir!
00:08:38: Fürchte dich nicht, Vasilissa
00:08:40: du wunderschöne!
00:08:42: Iss, bete und lege dich schlafen!
00:08:45: Der Morgen ist klüger als der Abend.».
00:08:48: Früher am nächsten Morgen erwachte Vasilica.
00:08:50: Baba Yaga war schon aufgestanden und schaute zum Fenster hinaus.
00:08:54: In den Totenschädeln verglommen die Augen, da jagte der weiße Reiter vorbei – und es wurde Licht!
00:09:01: Baba Yagar trat in den Hof und pfiff, und gleich erschien der Mörser mit Käude und Besen, da jagte der rote Reiter vorbei und die Sonne ging auf.
00:09:10: Baba Yager setzte sich in ihren Mörser und fuhr davon, mit der Keule trieb sie den Mörse an und verwischte die Spur mit dem Besen.
00:09:17: Vasilisa blieb allein zurück.
00:09:19: Bisher das Haus war aber ja Gas, staunte über all den vorhandenen Reichtum und überlegte mit welcher Arbeit sie beginnen sollte.
00:09:28: Aber siehe da!
00:09:29: Alle Arbeit war schon gemacht?
00:09:31: Die Puppe las eben die letzten Weizenkörner aus.
00:09:35: Oh du meine Retterin!
00:09:36: sagte Vasilisa.
00:09:38: Du hilfst
00:09:38: mir aus großer Not!
00:09:40: Du musst nur noch das Essen bereiten
00:09:42: entgegnet die Puppöre und klettert wieder in Vasilisas Tasche
00:09:45: zurück.
00:09:46: Bereite es mit Gottes Hilfe und wart.
00:09:49: Abends deckte Vasilisa den Tisch und erwartete Baba Yaga.
00:09:53: Es dämmerte, daher abte der Schwarze Reiter vorbei.
00:09:57: Gleich wurde es ganz dunkel – nur die Augen der Schädel blöten!
00:10:01: Die Bäume zitterten, die Blätter raschelten.
00:10:04: Baba Yagá fuhr herein und Vasilissa trat ihr entgegen.
00:10:08: Hast du alles gemacht?
00:10:09: fragt ihr Yagár
00:10:11: Sie selbst nach, Großmütterchen,
00:10:13: sagte Vasilise.
00:10:14: Baba yagár sah alles nach.
00:10:16: Er rette sich ein wenig, dass sie nichts zu talen fand und sagte ...
00:10:20: Schon gut.
00:10:21: Dann rief sie...
00:10:22: Treudina!
00:10:24: Herzensfreunde!
00:10:25: Mahlt meinen Weizen!
00:10:27: Da erschienen drei paar Hände ergriffen den Weizen und trugen ihn fort.
00:10:32: Baba jagar aß und erteilte Vasilisa vor dem Einschlafen wieder Befehle.
00:10:37: Tue morgen das selbe wie heute aber außerdem nimm noch den Mond der auf dem Boden steht und reinige ihn von der Erde jedes Körnchen.
00:10:46: Jemand hat aus Boßheit Erde darunter gemischt.
00:10:49: Kaum hatte die Alte das gesagt, so kehrte sie sich zur Wand und schnarchte.
00:10:57: Vasilisa fütterte sogleich ihre Puppe.
00:10:59: Die Puppee aßt und sagte wie gestern
00:11:01: «Bete!
00:11:02: Und lege dich schlafen!
00:11:03: Der Morgen ist klüger wieder Abend.
00:11:06: Alles wird gemacht sein», Vasilisuska.
00:11:08: Am Morgen fuhr Baba Yaga wieder fort und Vasilissa machte mit Hilfe der Puppel die Arbeit fertig.
00:11:14: Die Alte kam zurück, besichtigte alles und rief
00:11:17: Treue Diener, Herzensfreunde!
00:11:20: Holt den Mond und presst das Öl heraus.
00:11:23: Da kamen drei paar Hände, ergriffen dem Mond und schleppten ihn davon.
00:11:28: Aber Jagar setzte sich zum Essen und Vasilisa stand schweigend neben ihr.
00:11:32: Warum sprichst du nichts?
00:11:34: Sondern stehst da wie Stumm
00:11:35: fragte Jagar.
00:11:37: Ich traute mich nicht aber wenn Du es erlaubst möchte ich gern etwas fragen.
00:11:42: Frage doch nicht jede frage führt zum guten.
00:11:47: Viel Wissen macht alt!
00:11:50: Ich möchte dich nur über etwas befragen, was ich sah, Großmütterchen.
00:11:54: Als sich zu dir ging, überholte mich ein Weißerreiter in weißem Gewand auf weißen Pferd.
00:11:59: Wer war das?
00:12:00: Der helle Tag...
00:12:02: Dann überholten mich einen Rotarreiter auf rotem Pferde in roten Kleidern.
00:12:06: Wer War Das?
00:12:08: Die rote Sonne?
00:12:09: Was bedeutet der schwarze Reiter, der mich gerade vor deinem Tor überholt, Großmitterchen?
00:12:15: Das war die dunkle Nacht.
00:12:17: Das sind meine treuen Diener.
00:12:19: Was Ylissa dachte an die drei paar Hände und Schwieg?
00:12:22: Weshalb freckst du nicht weiter!
00:12:24: Forschte Barbara Jagar.
00:12:26: Ich weiß genug, Du sagst ja selbst vieles Wissen macht alt.
00:12:30: Es ist gut dass du nur nach Dingen fragst, Die du im Walde saerst Und nicht nach Dingen, die auf meinem Hof sind.
00:12:38: ich mag nicht Dass man den Kericht aus meiner Hütte fortträgt Und die allzu wissbegierigen
00:12:43: fresse
00:12:44: ich.
00:12:45: Jetzt aber frage ich.
00:12:47: Wieso bringst du alle die Arbeit fertig, die ich dir auftrage?
00:12:51: Mir hilft meiner Mutter Segen!
00:12:54: So?!
00:12:54: Dann packe dich von hin ein.
00:12:56: gesegnete Tochter!
00:12:57: Ich mag die Gesegneten nicht!
00:13:00: Sie schleppte Vasilisa aus der Stube und stieß sie beim Tor hinaus, nahm einen Totenschädel mit brennenden Augen vom Zaun, steckte ihn auf einen Stab, gab ihn ihr und sagte...
00:13:09: Da hast Du Feuer für die Töchter der Stiefmutter – sie sanden Dich ja deshalb
00:13:12: zu mir….
00:13:13: Basilissa lief beim Lichte des Totenschädels, der erst am Morgen erloscht heimwärts.
00:13:18: Am Abend des nächsten Tages erreichte sie das Haus.
00:13:21: Jetzt wollte sie den Schädel wegwerfen – da hörte sie eine dumme Stimme in dem hohen Totenkopf versprechen «Wirf mich nicht weg!
00:13:29: Bringe mich der Stiefmutter!».
00:13:31: Sie sah auf das Haus ihrer Stiefmutter und erblickte in keinem fensterchen Licht.
00:13:36: Da entschloss sie mit dem Totenschedel einzutreten.
00:13:38: Sie wurde freundlich empfangen und die Schwestern erzählten ihr, dass seit der Zeit da sie fort war im Hause bei ihnen kein Feuer gewesen sei.
00:13:47: Selbst konnten sie keines schlagen und das der Nachbarn verloscht wie man es in die Stube brachte.
00:13:53: Vielleicht wird dein Feuer brennen!
00:13:55: sagte die Stiefmutter.
00:14:09: Am Morgen waren sie ganz zu coolen verbrannt, nur Vasilisa war übrig geblieben.
00:14:14: Vasilissa vergrubt den Totenkopf in der Erde, sperrte das Haus ab und ging in die Stadt.
00:14:19: Sie bat dort eine arme alte Frau bis zur Heimkehr ihres Vaters ihr Unterkunft zu gewähren.
00:14:25: Einmal sagte sie der Alten...
00:14:27: Mütterchen!
00:14:28: Müß dich dazu sitzen langweilten mich!
00:14:31: Gehe hin und kaufe mir vom allerbesten Flachs.
00:14:33: ich will
00:14:34: spinnen!".
00:14:35: Die Alte kaufte guten Flachss.
00:14:37: Vasilisa machte sich an die Arbeit und flinkenge sie ihr von der Hand, dabei war der Faden glatt und fein wie Herrlein.
00:14:44: Als sie viel gespinzt beisammen hatte – und das in erzeitbar zu weben –
00:14:48: fand sich kein
00:14:48: Kamm, der für Vasilisas Gespinst genügt hätte.
00:14:51: Niemand wollte das Leben unternehmen!
00:14:54: Da wandte sie sich an ihre Puppe…die Sprache?
00:14:57: Bringe mir irgendeinen
00:14:58: alten Kamm ein altes Schiffchen...und
00:15:00: eine Pferdemäne.
00:15:02: Ich mache
00:15:02: es dir.
00:15:03: Vasilisa ging zu Bett und die Puppe machte in der Nacht einen herrlichen Webstuhl.
00:15:08: Zu Ende des Winters war das Linden gewebt, es war so fein dass man es wie ein Faden durch eine Nadel öhrt ziehen konnte.
00:15:16: Im Frühjahr bleichten sie das Linnen und Vasilissa sagte zur Alten
00:15:20: Verkaufe das Gewebe und behalte das Geld für dich.
00:15:23: Die Alte besah die Ware und bewunderte sie.
00:15:26: Ach Kindchen!
00:15:28: Außer dem Zaka niemand solches Linden tragen.
00:15:32: Ich bringe es an den Hof.
00:15:34: Die Alte ging zum Zarenpalast und ging vor dem Fenster immer fort, auf- und ab.
00:15:38: Der Zah sah sie und fragte – Alte!
00:15:42: Was willst du?
00:15:43: Großmächtiger Zah!
00:15:45: Ich brachte eine wundervolle Ware, die will ich niemand zeigen außer dir!
00:15:50: Der Zahr befahl, dass man die alte Vorlasse.
00:15:53: Kaum hatte er das Lingen gesehen, bewunderte er's sehr.
00:15:56: – Was willst Du dafür?
00:15:59: fragte er.
00:16:00: Es hat keinen Preis, fällt euch in Zah.
00:16:03: Ich mache es dir zum
00:16:04: Geschenk.".
00:16:06: Der Zah bedankte sich und entließ sie reich belohnt.
00:16:09: Nun wollte der Zah Hemden aus der Laienwand nähen lassen – aber er konnte keine Näherin finden, welche die Arbeit übernehmen wollte.
00:16:17: Lange suchte der ZAH!
00:16:19: Endlich ließ er die Alte kommen und sagte Wenn du dieses Linden spinnen und weben konntest, so kannst du mir auch ein Hemd daraus nähen.
00:16:27: Nicht ich konnte das Linnen weben und spinnen,
00:16:30: sagte die Alte.
00:16:31: Sondern ein Mädchen, dass sich bei mir aufgenommen habe.
00:16:35: Ei!
00:16:36: Dann soll sie es mir
00:16:37: nähen.".
00:16:37: Die Alte ging nach Hause und erzählte Vasilisa alles.
00:16:41: Ich wusste, dass diese Arbeit mir zufallen musste,
00:16:44: sagte Vasilisah, sperrte sich in ihr Stübchen ein, machte sich an die Arbeit und legte die Hände nicht eher in den Schoß als bis sie einen Dutzend Hemden fertig gemacht hatte.
00:16:55: Die Alte brachte dem Zahl die Hemden und Vasilisa wusch und kämmte sich, kleidete sich an und setzte sich ans Fenster.
00:17:02: So sah sie und wartete.
00:17:05: Da kam ein Diener des Zahren, trat in die Stube und sagte Der Zah will die Künstlerin sehen, die ihm die Hemd nähte Und Sie mit eigener Hand belohnen!
00:17:14: Vasilissa die Wunderschöner ging zum Zahr.
00:17:17: Als er sie erblickte
00:17:18: verliebte
00:17:19: er sich über alle Maßen in sie.
00:17:22: Nein du Schönheit Ich trenne mich nicht mehr von dir.
00:17:26: Du wirst meine
00:17:27: Frau.".
00:17:28: Der Zahn nahm Vasilisa bei ihren weißen Händen, setzte sie neben sich und ließ zur Hochzeit aufspielen.
00:17:35: Vasilisas Vater kehrte bald darauf zurück, freute sich über ihr Glück und blieb bei der Tochterwohnung.
00:17:41: Vilisa nahm auch die Alt zu sich – und die Puppe bliebs stets in ihrer Tasche!
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