Folge 128 – Märchenstunde: Schneeweißchen und Rosenrot
Shownotes
Es war einmal… Eine arme Witwe, die lebte einsam in einem Hüttchen, und vor dem Hüttchen war ein Garten, darin standen zwei Rosenbäumchen, davon trug das eine weiße, das andere rote Rosen; und sie hatte zwei Kinder, die glichen den beiden Rosenbäumchen, und das eine hieß Schneeweißchen, das andere Rosenrot. Sie waren aber so fromm und gut, so arbeitsam und unverdrossen, als je zwei Kinder auf der Welt gewesen sind – ein Vorbild an Tugendhaftigkeit, Frömmigkeit und Liebreiz eben. Bedroht werden die guten Mädchen durch einen raffgierigen Zwerg, der ihre Hilfbereitschaft nicht zu schätzen weiß. Der gute Bär dafür umso mehr… Viel Spaß bei Hören!
- Musik in dieser Folge: Richard Strauss
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Transkript anzeigen
00:00:01: Schneeweißchen und Rosenrot.
00:00:04: Eine arme Witwe, die lebte einsam in einem Hütchen und vor dem Hütchern war ein Garten.
00:00:08: da entstanden zwei Rosenbäumchen davon trug das eine Weiße das andere rote Rosen Und sie hatte zwei Kinder Die gelichen den beiden Rosenbämchen und das eigentlich ist SchneeWeißchen Das Andere Rosenrot.
00:00:21: Sie waren aber so frommundgut So arbeitsam und unverdrossen als je zwei Kinder auf der Welt gewesen sind.
00:00:28: Schnee Weißchen War nur stiller und sanfter als Rosenrot.
00:00:31: Rosenrot sprang lieber in den Wiesen und Feldern umher, suchte Blumen- und Fingsommervögel.
00:00:36: Schnee Weißchen aber saß daheim bei der Mutter, half ihrem Hauswesen oder las ihr vor wenn nichts zu tun war.
00:00:43: Die beiden Kinder hatten einander so lieb dass sie sich immer an den Händen fassten, so oft sie zusammen ausgingen.
00:00:49: Und wenn Schneeweißchen sagte
00:00:51: Wir wollen uns nicht verlassen!
00:00:53: So antwortete Rosenrot
00:00:55: Solange wir leben nicht...
00:00:57: ...und die Mutter setzte hinzu
00:00:58: Was das eine hat, soll's mit dem anderen teilen.
00:01:02: Oft liefen sie im Walde allein umher und sammelten rote Beeren – aber kein Tier tat ihnen etwas zu leid, sondern sie kamen vertraulicher bei.
00:01:10: Das Häschen fraß ein Kohlblatt aus ihren Händen, dass regrast an ihrer Seite.
00:01:15: der hier sprang ganz lustig vorbei und die Vögel blieben auf den Ästen sitzen und sangen was sie nur wussten.
00:01:21: Kein Unfall traf sie!
00:01:23: Wenn sie sich im Walde verspätet hatten und die Nacht sie überfiel, so legten sie sich nebeneinander auf das Moos und schliefen bis der Morgen kam.
00:01:31: Und die Mutter wusste das und hatte ihre Wegen keine Sorgen.
00:01:34: Einmal als Sie im Wald übernachtet hatten und dass morgen groz sie aufwägte, da sahen sie ein schönes Kind in einem weißen glänzenden Kleidchen neben ihrem Lager sitzen.
00:01:44: Es stand auf und blickte sie ganz freundlich an – sprach aber nichts und ging in den Wald hinein!
00:01:49: Und als sie sich umsahen, so hatten sie ganz nah bei einem Abgrund geschlafen und wären gewiss hineingefallen wenn sie in der Dunkelheit noch ein paar Schritte weitergegangen wären.
00:01:59: Die Mutter aber sagte ihnen das müsste der Engel gewesen sein.
00:02:02: der gute Kinderbewache.
00:02:05: Schneeweißchen und Rosenrot hielten das Hütchen der Mutter so reinlich dass es eine Freude war hineinzuschauen.
00:02:10: Im Sommer besochte Rosenrot das Haus und stellte der Mutter jeden Morgen, ehe sie aufwachte einen Blumenstraußvorsbett.
00:02:17: Darin war von jedem Bäumchen eine Rose.
00:02:20: Im Winter zündete Schnee Weißien das Feuer an und hing den Kessel an den Feuerhaken – und der Kessel war von Messingen glänzte aber wie Gold!
00:02:27: So rein war er gescheuert.
00:02:29: Abends wenn die Flocken fielen sagte die Mutter …
00:02:32: Geh Schneeweißien und schieb den Riegel vor….
00:02:35: Und dann setzten sie sich an den Herd und die Mutter nahm die große Brille und laß aus einem großen Buche vor.
00:02:41: Und die beiden Mädchen hörten zu, saßen und spannen.
00:02:44: Neben ihnen lag ein Lämmchen auf dem Boden und hinter ihnen auf einer Stange saß ein weißes Täubchen und hatte seinen Kopf unter den Flügel gesteckt.
00:02:53: Eines Abends als sie so vertraulich bei Sammen saßen klopfte jemand an die Tür, als wollte er eingelassen sein.
00:03:00: Die Muttersprach
00:03:01: Geschwind, Rosenroth!
00:03:03: Mach auf.
00:03:03: Es wird ein Wanderer sein der Obdach
00:03:05: sucht.".
00:03:06: Rosenrhod ging und schob den Riegel weg und dachte es wäre ein armer Mann – aber er war es nicht.
00:03:12: Es war ein Bär, der seinen dicken schwarzen Kopf zur Türe hereinstreckte.
00:03:16: Rosenrhood schrie laut und sprang zurück.
00:03:19: Das Lämchen blügte, das Teubchen flattete auf und Schneeweißen versteckte sich hinter dem Mutterbett.
00:03:24: Der Bär aber fing an zu sprechen und sagte Fürchtet euch nicht, ich tue euch nichts zu leid.
00:03:30: Ich bin halb erfroren und will mich nur ein wenig bei euch wärmen!
00:03:35: Du
00:03:35: armer Bär, sprach
00:03:37: die Mutter,
00:03:38: leg dich ans Feuer und gib nur acht dass dir dein Pelz nicht brennt.
00:03:42: Dann rief sie
00:03:43: Schneeweißchen, Rosenrot kommt hervor.
00:03:46: der Bär tut euch nichts.
00:03:47: er meins ehrlich.
00:03:49: Da kamen sie beide heran und nach und nach näherten sich auf das Lämmchen und Täubchen und hatten keine Furcht vor ihm.
00:03:55: Der Bär sprach Ihr Kinder, klopft mir den Schnee ein wenig aus dem Pelzwerk!
00:04:01: Und sie holten den Besen und kehrten dem Bär das Fell rein.
00:04:04: Er aber streckte sich ans Feuer und brummte ganz vergnügt und behaglich.
00:04:09: Nicht lange – so wurden Sie ganz vertraut und trieben Mutwillen mit dem unbeholfenen Gast.
00:04:14: Sie zausten ihm das Fell mit den Händen, setzten ihre Füschen auf seinen Rücken und weigerten ihn hin und her oder sie nahmen eine Haselroute und schlugen auf ihn los und wenn er brumpte, so lachten sie.
00:04:25: Der Bär ließ sich's aber gerne gefallen, nur wenn sie's gar zu arg machten, rief er.
00:04:30: Lass mich am Leben ihr Kinder!
00:04:32: Schnee weistchen, Rosenrot schlägste den Freier Tod.
00:04:36: Als Schlafenszeit war und die anderen zu Bett gingen, sagte die Mutter zu dem Bär...
00:04:40: Du kannst in Gottes Namen da am Herde liegen bleiben – so bist du vor der Kälte und dem bösen Wetter geschützt.
00:04:46: Sobald der Tag graute, liessen ihn die beiden Kinder hinaus und ertrabt über den Schnee in den Wald hinein.
00:04:52: Von nun an kam der Bär jeden Abend zu der bestimmten Stunde, legte sich an den Herd und erlaubte den Kindern kurz weil mit ihm zu treiben so viel sie wollten.
00:05:01: Und Sie waren so gewöhnt an ihn dass die Türe nicht eher zugeregelt wart als bis der schwarze Gesell angelangt war.
00:05:09: Als das Frühjahr herangekommen und draußen alles grün war sagte der Bären eines Morgens zu Schneeweißchen.
00:05:14: Nun muss ich fort!
00:05:16: und darf den ganzen Sommer nicht wieder kommen.
00:05:19: Wo gehst du denn hin
00:05:19: lieber Bär?
00:05:20: fragte Schnee Weißchen.
00:05:22: Ich muss in den Wald und meine Schätze von dem bösen Zwergen hüten.
00:05:26: Im Winter, wenn die Erde hart gefroren ist, müssen sie wohl unten bleiben – und können sich nicht durcharbeiten!
00:05:33: Aber jetzt, wenn der Sonne die Erde aufgetaut und erwärmt hat, da brechen Sie durch, steigen herauf, suchen und stehlen.
00:05:40: Was einmal in Ihren Händen liegt, das kommt so leicht nicht wieder an des
00:05:46: Tageslichts.".
00:05:47: Schneeweißchen war ganz traurig über den Abschied und als es ihm die Türe aufriegelte, der Bär sich hinausdrängte blieb er an dem Türhaken hängen und ein Stück seiner Haut riss auf.
00:05:57: Und da wars SchneeWeißchen, als hätte es Golddurchschimmern gesehen – aber es war seiner Sache nicht gewiss!
00:06:03: Der Bär lief eilig fort und war bald hinter den Bäumen verschwunden.
00:06:10: Nach einiger Zeit schickte die Mutter die Kinder in den Wald reisig zusammen.
00:06:14: Da fanden sie draußen einen großen Baum, der Lack gefällt auf dem Boden und eine Stamme sprang zwischen dem Gras etwas auf- und ab.
00:06:22: Sie konnten aber nicht unterscheiden, was es
00:06:24: war.".
00:06:25: Als sie näher kamen, sahen sie ein Zwerg mit einem alten verwelten Gesicht und einem elben langen schneeweißen Bart.
00:06:32: Das Ende des Bates war in eine Spalte des Baums eingeklemmt – und der kleine sprang hin und her wie ein Hündchen an einem Seil und wusste nicht, wie er sich helfen sollte!
00:06:41: Er glotzte die Mädchen mit seinen roten, feurigen Augen an und schrie.
00:06:45: Was steht ihr da?
00:06:46: Könnt ihr nicht herbeigehen und mir Beistand
00:06:48: leisten?!
00:06:48: –
00:06:49: Was hast du
00:06:49: angefangen kleines Männchen?
00:06:52: fragte Rosenrot.
00:06:53: Dumme neugierige Ganz!
00:06:55: antwortete der Zwerg.
00:06:57: Den Baum habe ich mir spalten wollen, um kleines Holz in der Küche zu haben!
00:07:01: Bei den dicken Klötzen verbrennt gleich das bisschen Speise, dass unser Einer braucht, der nicht so viel hinunter schlingt als ihr grobes gieriges Volk.
00:07:09: Ich hatte den Keil schon glücklich hineingetrieben und es wäre alles nach Wunsch gegangen... Aber das verwünschte Holz war zu glatt und sprang unversehens heraus.
00:07:18: Und der Baum fuhr so geschwind zusammen, dass ich meinen schönen weißen Bart nicht mehr rausziehen konnte.
00:07:23: Nun steckt er drin – und ich kann nicht fort!
00:07:26: Da lachen die albernden glatten Milchgesichter.
00:07:28: Fuii, was seid ihr gastig?
00:07:31: Die Kinder gaben sich alle Mühe aber sie konnten den Bart nicht herausziehen.
00:07:35: Er steckte zu fest.
00:07:37: Ich will laufen und Leute herbeiholen,
00:07:39: sagte Rosenroth.
00:07:40: Wahnsinnige Schafsköpfe Schnartet der Zwerg.
00:07:44: Wer wird gleich Leute herbeirufen?
00:07:46: Ihr seid mir schon um zwei zu viel!
00:07:48: Fällt euch nichts Besseres
00:07:49: ein?!
00:07:50: Sei nur nicht ungeduldig,
00:07:52: sagt ihr Schneeweißchen.
00:07:53: Ich will schon Rat schaffen
00:07:55: Holte sein Schärchen aus der Tasche und schnitt das Ende des Bartes ab.
00:07:59: Sobald ihr Zwerg sich frei fühlte, griff er nach einem Sack der zwischen den Wurzeln des Baumes steckte und mit Gold gefühlt war, hob ihn heraus und brummte vor sich hin.
00:08:08: Ungeholtes Volk schneidet mir ein Stück von meinem stolzen Barte ab!
00:08:12: Lohnt euch der Kuckuck!
00:08:13: Damit schwang er seinen Sack auf den Rücken und ging fort ohne die Kinder nur noch einmal anzusehen.
00:08:20: Einige Zeit danach wollten Schneeweißchen und Rosenrot einen Gericht Fischer angeln.
00:08:24: Als sie nahe bei dem Bach waren, sahen sie das etwas wie eine große Heuschrecke nach dem Wasser zu Hüpfte als wollte es hineinspringen.
00:08:32: Sie liefen heran und erkannten den Zwerg.
00:08:34: – Wo willst du hin?
00:08:35: sagte Rosenroth.
00:08:36: – Du willst doch nicht ins Wasser!
00:08:38: – Solch ein Nahr bin ich nicht, schrie der Zwerge.
00:08:41: Seht ihr
00:08:41: nicht?!
00:08:42: Der verwünschte Fisch will mich hineinziehen!
00:08:44: Der Kleine hatte da gesessen und geangelt, und unglücklicherweise hatte der Wind seinen Bart mit der Angelschnufer flochten.
00:08:51: Als leicht darauf ein großer Fisch anbiss, fehlten dem schwachen Geschöpft die Kräfte ihn herauszuziehen.
00:08:56: Der Fisch behielt die Oberhand und rist den Zwerg zu sich hin.
00:09:00: Zwar hielt er sich an allen Halben und Binsen – aber das half nicht viel!
00:09:04: Er musste den Bewegungen des Fisches folgen und war ein beständiger Gefahr ins Wasser gezogen zu
00:09:09: werden.".
00:09:10: Die Mädchen kamen zu rechter Zeit, hielten ihn fest und versuchten den Bart von der Schnur loszumachen.
00:09:16: Aber vergebens!
00:09:17: Bart und Schnur waren fest ineinander verwirrt.
00:09:20: Es blieb nichts übrig als das Schärchen hervorzuholen und den Bart abzuschneiden wobei ein kleiner Teil des selben verloren ging.
00:09:28: Als der Zwerg das sah, schrie er sie an.
00:09:30: Ist das Manier ihr Lorch einen das Gesicht zu schänden?
00:09:34: Nicht genug dass ihr mir den Bart unten abgestutzt habt!
00:09:37: Jetzt schneidet ihn mit dem besten Teil davon ab.
00:09:39: Ich darf mich vor den Meinigen gar nicht sehen lassen Dass ihr laufen müsstet und die Schuhsohlen verloren hättet.
00:09:45: Dann holte ein Sack Perlen, der im Schilfe lag Und ohne ein Wort weiterzusagen, schleppte ihn fort und verschwann hinter einem Stein.
00:09:54: Es trug sich zu, dass baldher nach die Mutter die beiden Mädchen nach der Stadt schickte, Zwirren, Nadeln, Schnüre und Bänder einzukaufen.
00:10:01: Der Weg führte sie über eine Heide auf der hier-und da mächtige Felsenstücke zerstreut lagen.
00:10:07: Da sahen Sie einen großen Vogel in der Luft schweben, der langsam über ihn kreiste, sich immer tiefer herabsänkte und endlich nicht weit bei einem Felsennieder stieß!
00:10:17: Gleich darauf hörten sie einen durchdringenden jämmerlichen Schrei.
00:10:21: Sie liefen herzu und sahen mit Schrecken, dass der Adler ihren alten Bekannten den Zwerg gepackt hatte und ihn vortragen wollte.
00:10:28: Die mittelalligen Kinder hielten gleich das Männchen fest und zerrten sich so lange mit dem Adler herum bis er seine Beute fahren ließ.
00:10:35: Als der Zwergg sich von dem ersten Schreken erholt hatte schrie er mit seiner kreichenden Stimme Konntet ihr nicht säuberlicher mit mir umgehen?
00:10:43: Gerissen habt ihr in meinen dünnen Röckchen, dass es überall zerfetzt und durchlöchert ist!
00:10:47: Unbeholfenes unteppisches Gesindel das ihr
00:10:50: seid!".
00:10:51: Dann nahm er einen Sack mit Edelstein und schlüpfte wieder unter den Felsen in seine Höhle.
00:10:56: Die Mädchen waren an seinen Undank schon gewöhnt, setzten ihren Weg fort und verrichteten ihr Geschäften der Stadt.
00:11:03: Als sie beim Heimweg wieder auf die Heide kamen, überraschten sie den Zwerg, der auf einem reinigen Plätzchen seinen Sack mit Edelstein ausgeschüttet und nicht gedacht hatte, dass so spät noch jemand daherkommen würde.
00:11:14: Die Abendsonne schien über die glänzenden Steine – Sie schimmerten und leuchteten so prächtig in allen Farben, das die Kinder stehenblieben und sie betrachteten!
00:11:23: »Was steht ihr da und habt Maulaffenfeile?« schrie der Zwergg und sein aschgeraues Gesicht war zinuber rot verzorn.
00:11:30: Er wollte mit seinen Scheldworten fortfahren, als sich ein lautes Brummen hören ließ und ein schwarzer Bär aus dem Walde herbeitrabte.
00:11:38: Erschrocken sprang der Zwerg auf aber er konnte nicht mehr zu seinem Schlupfwinkel gelangen – Der Bär war schon in seiner Nähe!
00:11:45: Da rief er in Herzensangst «Lieber Herr Bär, verschont mich.
00:11:49: ich will euch alle meine Schätze geben, seht die schönen Edelsteine, die da liegen, schenkt mir das Leben.
00:11:55: was habt ihr an mir kleinen, schmächtigen Kerl?
00:11:57: Ihr spürt mich nicht zwischen den Zehen Da, die beiden gottlosen Mädchen packt.
00:12:02: Das sind für euch zarte Bissen.
00:12:04: Fett wie junge Wachteln!
00:12:05: Die fress den
00:12:06: Gottesnamen.".
00:12:08: Der Behr kümmerte sich um seine Worte nicht.
00:12:10: Gab dem boshaften Geschöpfe einen einzigen Schlag der Tatze und es regte sich nicht mehr.
00:12:16: Die Mädchen waren fortgesprungen aber der Behr rief ihnen nach... Da erkannten sie seine Stimme und blieben stehen.
00:12:28: Und als der Bär bei ihnen war, fiel plötzlich die Beerenhaut ab und er stand da als ein schöner Mann und war ganz in Gold gekleidet.
00:12:37: Ich bin eines Königssohn sprach er und war von dem gottlosen Zwerg den man meine Schätze gestohlen hatte verwünscht als einen wilder Bär in nem Walde zu laufen bis ich durch seinen Tod erlöst hörte.
00:12:49: Jetzt hat er seine wohlverdiente Strafe empfangen.
00:12:52: Schneeweißchen ward mit ihm vermehlt und Rosenrot mit seinem Bruder, und sie teilten die großen Schätze miteinander, die der Zwerg in seine Höhle zusammengetragen hatte.
00:13:02: Die alte Mutter lebte noch lange Jahre ruhig und glücklich bei ihren Kindern – die zwei Rosenbäumchen aber nahmen sie mit!
00:13:09: Und sie standen für ihrem Fenster und trugen jedes Jahr die schönsten Rosen weiß.
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