Folge 126 – Märchenstunde: Die ungleichen Kinder Evas
Shownotes
Es waren einmal… Adam und Eva, die, nachdem sie aus dem Paradies vertrieben waren, sich auf unfruchtbarer Erde ein Haus bauen und im Schweiße ihres Angesichts ihr Brot essen mussten. Adam hackte das Feld und Eva spann Wolle. Eva brachte jedes Jahr ein Kind zur Welt, die Kinder waren aber ungleich, einige schön, andere häßlich. Nachdem eine geraume Zeit verlaufen war, sendete Gott einen Engel an die beiden und ließ ihnen entbieten, daß er kommen und ihren Haushalt schauen wollte. Eva, freudig, daß der Herr so gnädig war, säuberte emsig ihr Haus, schmückte es mit Blumen und streute Binsen auf den Estrich. Dann holte sie ihre Kinder herbei, aber nur die schönen – und diese Entscheidung hat weitreichende Konsequenzen für ihre Kinder, vor allem für die hässlichen …
Dieses Legendenmärchen ist deutlich kürzer als das Märchen in unserer letzen Märchenstunde, hat es aber in sich. Das werdet ihr in der nächsten Folge hören, wenn wir uns näher damit beschäftigen. Das Thema ist ernst, beim Einlesen haben wir uns aber so beömmelt wie selten.Deswegen gibt es diesmal ein paar Outtakes hinten dran. Das entspannt vielleicht auch ein wenig das Gemüt, Elena zum Beispiel hat sich über das Märchen etwas aufgeregt. Viel Spaß beim Hören!
- Musik in dieser Folge: Wolfgang Amadeus Mozart
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Transkript anzeigen
00:00:03: Die ungleichen Kinder Evas.
00:00:06: Als Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben waren, so mussten sie auf unfruchtbarer Erde sich ein Haus bauen und im Schweiß ihres Angesichts ihr Brot essen.
00:00:15: Adam hackte das Feld und Eva Spannwolle.
00:00:19: Eva brachte jedes Jahr ein Kind zur Welt.
00:00:21: die Kinder waren aber ungleich einige schön andere hässlich.
00:00:25: Nachdem eine geraume Zeit verlaufen war, sendete Gott sein Engel an die beiden und ließ ihnen entbieten das er kommen und ihren Haushalt schauen wollte.
00:00:35: Eva freudig dass der Herr so gnädig war, säuberte em sich ihr Haus schmückte es mit Blumen- und Streutebinzen auf den Estrich.
00:00:43: Dann holte sie ihre Kinder herbei aber nur die schönen.
00:00:47: Sie wusch und badete sie, kämmte ihn die Haare, legte ihnen neugewaschende Hemde an und ermahnte sie in der Gegenwart des Herrn sich anständig und züchtig zu betragen.
00:00:58: Sie sollten sich vor ihm Sittich neigen, die Hand darbieten und auf seine Fragen bescheiden und verständig antworten.
00:01:05: Die hässlichen Kinder aber sollten sich nicht sehen lassen!
00:01:09: Das eine verbarkt sie unter das Heu, dass andere unter das Dach, das Dritte in das Stroh, das Vierte in den Ofen Das Fünfte in den Keller, das Sechste unter eine Kufe.
00:01:20: Das Siebente unter das Weinfass, das Achte unter ihren alten Pelz, das Neunte und Zehnte unter das Tuch, aus dem sie ihnen Kleider zum Machen pflegte und das Elfte und Zwölfte unter das Leder, ausdem sie ihn die Schuhezuschnitt.
00:01:35: Eben war sie fertig geworden als es an die Haustür klopfte.
00:01:39: Adam blickte durch die Spalte und sah dass es der Herr war!
00:01:43: Er erbiet dich, öffnete er und der himmlische Vater trat ein.
00:01:47: Da standen die schönen Kinder in der Reihe, neigten sich, boten ihm die Hände da und knieten nieder.
00:01:54: Der Herr aber fing an sie zu segnen, legte auf den ersten seine Hände und sprach
00:01:59: Du sollst ein gewaltiger König werden!
00:02:02: Ebenso zu dem Zweiten
00:02:04: du ein Fürst
00:02:05: zu dem Dritten
00:02:06: du einen Graf
00:02:08: zu dem Vierten
00:02:09: du ein Ritter
00:02:10: zu dem Fünften
00:02:11: du ein Edelmann
00:02:12: Zu dem Sechsten.
00:02:14: Er
00:02:21: erteilte ihn also allen seinen reichen Segen.
00:02:24: Als Eva sah, dass der Herr so mild und gnädig war, dachte sie
00:02:29: Ich will meine ungestalten Kinder herbeiholen!
00:02:31: Vielleicht das er ihnen auch seinen Segen gibt?
00:02:35: Sie lief also und holte sie aus dem Heu Stroh Ofen Und wo sie sonst hin versteckt waren hervor.
00:02:41: Da kam die ganze grobe, schmutzige, gründige und rußige Schar.
00:02:45: Der Herr lächelte, betrachtete sie alle und sprach
00:02:49: Auch diese will ich segnen.
00:02:51: Er legte auf den ersten die Hände und sprang zu ihm
00:02:54: Du sollst werden ein Bauer
00:02:57: Zu dem zweiten
00:02:58: Du ein Fischer
00:02:59: Zu dem dritten Du
00:03:00: ein Schmied
00:03:01: Zu dem vierten
00:03:02: Du ein Lagerber
00:03:04: Zu dem fünften
00:03:05: Du ein Weber
00:03:06: Zu dem sechsten
00:03:07: Du ein Schulmacher
00:03:09: Zu dem siebenten
00:03:10: Du ein Schneider.
00:03:26: Als Eva das alles mit angehört hatte, sagte sie, Gott aber erwiderte
00:03:41: Das verstehst du nicht.
00:03:43: Mir gebührt und ist Not, dass ich die ganze Welt mit deinen Kindern versehe Wenn sie alle Fürsten und Herren wären.
00:03:50: Wer sollte Korn bauen Dreschen Malen und Backen?
00:03:54: Wer schmiede Weben Zimmern Bauen Graben Schneiden und Nähen?
00:03:59: Jeder soll sein Stand vertreten Dass einer den anderen erhalte Und alle ernährt werden Wie am Leib die Glieder.
00:04:07: Da antwortete Eva
00:04:09: Ach her vergieb
00:04:11: Ich war zu rasch, dass ich dir einredete.
00:04:13: Dein göttlicher Willegeschehe
00:04:15: auch an meinung.
00:04:43: Sie sollten sich vor ihm Sittig neigen...
00:04:46: Welten Sittich?
00:04:47: Aber es richtig will!
00:04:52: Der Herr aber fing an, sich zu sägen.
00:04:54: Fing sie selbst zu
00:04:55: sägnen?!
00:04:55: Du weißt ja nämlich schon mal die Hand, wenn wir jetzt die Pause haben.
00:05:03: Ja
00:05:04: Als Eva sah das der Herr so mild und gnädig war dachte sie
00:05:12: Ratter, ratter.
00:05:13: Erst einmal lieben wir.
00:05:17: Gott aber erwiderte?
00:05:19: Eva... Das
00:05:20: ist ein Mainz-Play!
00:05:22: Endlich mal nach Aldi!
00:05:32: Gut dass du nicht gesagt
00:05:38: hast
00:05:39: Elena
00:05:39: das verstehst
00:05:40: du nicht
00:05:48: verantwortete Eva.
00:05:50: Ach herr vergib ich war zu rasch dass ich dir einredete dein göttlicher Wille geschiehe auch an meinen Kindern.
00:05:59: Lieblingsmilch
00:06:00: im Potenzial.
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