Folge 123 – Märchenkunde: Von Gold, Gesinde und bissigen Puppen

Shownotes

Es war einmal… das Märchen vom berühmten Goldesel. Gebt zu: Beim Thema "Geld im Märchen" habt auch ihr zuerst an "Tischlein deck dich" gedacht. Wenn ihr unsere letzte Märchenstunde (Folge 122) schon gehört habt, habt ihr aber schon gesehen, dass wir als Basis für diese Folge nicht "Tischlein deck dich", sondern "Die Bremer Stadtmusikanten" ausgesucht haben. Kommt darin überhaupt Geld vor? Nicht so wie erwartet und doch ziemlich viel. Wir schauen uns die Bedeutung des Geldes in diesem und in anderen Märchen an. Dem berühmten Goldesel begegnen wir dabei zwar nicht, dafür aber einer Puppe mit Biss.

  • Musik: Archivproduktion des musikhistorischen Studios der Deutschen Grammophon Gesellschaft, "Quartett für Blockflöte, Oboe, Violine und Continuo G-Dur", Georg Philipp Telemann, 1.Satz (Intro) und 3. Satz (Outro).

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00:00:02: Märchenpot,

00:00:03: die Gelsenkirchen am Märchensstunde.

00:00:19: Hallo und herzlich willkommen zum Märchen Pot – unserem Märchen-Podcast!

00:00:23: Wir sind

00:00:24: Jenny Christian

00:00:25: und Elena Und wir nehmen euch mit in die weite Welt der Märchen In die Welt von Es war einmal und wenn sie nicht gestorben sind In die welt von schönen Prinzessinnen und bösen Hexen Von guten Fein mutigen Abenteurern und verwunschenen Königreichen In die Welt von Schneewittchen, Don Röschen und Hänsel und Gretel.

00:00:41: Aber auch in eine unbekannte Welt, in der euch Figuren und Erzählungen begegnen werden, die ihr noch nicht

00:00:46: so gut kennt!

00:00:47: Wir unterteilen unsere Folgen in Märchenstunde und Märchenkunde.

00:00:50: In der Märchen-Stunde sprechen wir euch ein Hörspiel ein, in den darauffolgenden Märchen Kundefolge tauschen wir uns dann darüber aus – und diskutieren und analysieren Aspekte zu einem bestimmten Oberthema.

00:00:59: Dabei sagen wir auch unsere Meinung, die natürlich keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit

00:01:03: hat….

00:01:04: Viel mehr geht es uns darum zu zeigen, wie zeitlos aktuell und vielschichtig Märchen sind.

00:01:09: Und warum wir uns ein bisschen Märchenzau beim Alltag bewahren sollten!

00:01:44: Das Märchen unserer letzten Märchensstunde ist ja die Bremer Stadtmusikanten.

00:01:49: Daher heute mal die platteste Einleitung in dieses Thema, das es geben kann?

00:01:53: War der schonmal in Bremen!

00:01:56: Oh...

00:01:57: Mh, das ist wirklich schlecht.

00:02:00: Wir wollten mal oder immer wieder mal auf dem Rückweg von Dänemark oder so halt machen aber wir sind immer wieder um Hamburg rum in so einen blöden Stau gekommen dass wir dann danach keinen Bock mehr hatten.

00:02:12: Aber ich hatte es schon mehrmals geplant.

00:02:14: nur irgendwie war da Schicksal dagegen.

00:02:16: Also ich war schonmal im Bremen mit so einer Eulentroller

00:02:20: Mit der da?

00:02:21: Ja Und natürlich warum?

00:02:25: Weil wir uns ein Music-Wil

00:02:26: angeguckt haben.

00:02:27: Es gibt doch keinen anderen Grund, andere Städte zu besuchen und sich

00:02:30: ein.

00:02:32: Genau nicht meine!

00:02:33: Wir haben da auch die Bremer Stadtmusikanten

00:02:35: gesehen.

00:02:35: Ja, wir standen davor.

00:02:37: Okay, das heißt für den unwahrscheinlichen Fall dass es irgendwann nicht weiß oder wie Christian sich das jetzt genauer vorstellen muss weil er's noch nicht live erlebt hat.

00:02:45: Vor der linken Stirnseite des Bremer Rathauses steht eine Brungsplastik die die vier Tiere des Märchens Isel, Hund, Katze und Hahn in ihrer Markantesten und für das Märchen wohl auch charakteristischsten Darstellung zeigt als.

00:03:00: Und diese Plastik steht dort schon seit ... und die Beine des Esel.

00:03:04: Darum kann ich mich nicht mehr erinnern, das habe ich bei meinen Recherchen gelesen.

00:03:08: Sind wohl ganz blank geregen, denn es soll Glück bringen sie zu umfassen!

00:03:11: Oh,

00:03:11: das haben wir auch nicht gemacht?

00:03:13: Nein, ich kann mich noch dran erinneren.

00:03:14: Ich fand die damals irgendwie klein.

00:03:17: Ja, ich hab das auch so ein bisschen...

00:03:19: Ich habe es mir größer vorgestellt.

00:03:21: Ja, ich hab gefunden sie ist zweihundert Zentimeter

00:03:24: hoch.

00:03:24: Etwas größer als ihr beide?

00:03:25: Genau!

00:03:26: Also tatsächlich nicht so groß... Sie steht aber unter Denkmalschutz und geschaffen hat sie einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer seiner Generation Gerhard Marx.

00:03:36: Es hat schon früher Überlegungen gegeben den Stadtmusikanten eine Art Denkmal zu setzen.

00:03:41: In neunzehnhundertdreißig erstmals Als sich so der Städtetourismus angefangen hat zu entwickeln Aber eben erst Anfang des der Fünfziger wurde das dann auch umgesetzt und es war ein Auftragsprojekt.

00:03:52: Und wie das eben oft so ist, gab's damals schon auch eine Regeldiskussion über Kosten, Nutzen und die fehlende Berücksichtigung Bremer Künstler.

00:04:02: Inzwischen ist aber wohl das Wahrzeichen Bremen ein wahres Identitätsmerkmal der Stadt – und natürlich auch ein beliebter Merchandise-Artikel!

00:04:11: Dass die Bremer sich aber so mit den vier Tieren und diesen Märchen identifiziert haben wie heute war, tatsächlich nicht immer so.

00:04:17: Konrad Elmshäuser ist ein Historiker und Leiter des Bremer Stadtarchivs hat in einem Interview mit der SZ vom Zweiundzwanzigsten Dezember zwei Tausendneunzehn erzählt, dass diese vier Tiere als Outlaws wahrgenommen wurden.

00:04:31: Und seiner Meinung nach sind sie das auch genau bei dem Grims?

00:04:35: Wir können ja im Laufe der heutigen Folge mal überprüfen ob diese These stimmt!

00:04:38: Drehvermann ist dafür.

00:04:40: Ich kann auch sagen,

00:04:42: ich bin da

00:04:43: auch für.

00:04:43: Aber wir überprüfen

00:04:44: sie trotzdem

00:04:45: noch mal!

00:04:45: Die Kennzeichnung dieser vier Außenseiter aus dem Märchen, ausgerechnet als Bremer Musiker wurde bis weit ins XIX.

00:04:53: Jahrhundert hinein als nicht unbedingt schmarchelhaft für die Stadt erachtet.

00:04:57: Noch im Jahr... In den letzten Jahren hat sich der Hamburger Historiker Otto Behnike darüber empört, wie die Hansestadt Bremen hoch angesehen reich und mächtig, Zitat, jemals in einen solchen Misskredit hat kommen können, dass sie zum Namensgeber der tierischen Musikantruppe wurde.

00:05:15: Ja, und erst, in den Fast-Achzig Jahren nach der Erscheinung des Märchens stellten die Bremer eine Darstellung der Stadtmusikanten an einem prominenten Ort auf.

00:05:25: Nämlich im Bremer Ratskeller!

00:05:27: Und das war auch so ne Bronzeplastik des Bildhauers Heinrich Müller... ...und da trümmten sich die Stadtmusikaner hoch und wild über den erschrockenen Räubern auf.

00:05:35: Das wurde wohl als sehr lustiges Werk befunden Noch bis in die dreißiger Jahre hinein.

00:05:41: Aber warnt ein Bürger- oder Behördenvertreter davor, dass sich die Stadt mit einem richtigen Denkmal im Stadtraum für die vier Tiere ziemlich blamieren würde?

00:05:51: Und erst in den frühen Fünfzigern wagte die Hansestadt dann eben die Aufstellung der heute so beliebten Bronzeplastik von Gerhard

00:05:58: Marx.

00:05:58: Das klingt ja sehr preußisch meine Güte!

00:06:01: Ja schon

00:06:01: ne?!

00:06:03: Ist wirklich was dran... Außerhalb vom Bremen hatte sich diese Verbindung zwischen den Stadtmusikanten und Bremen aber schon vorher etabliert.

00:06:11: Zum Beispiel Bremer Geschäftsleute berichteten den Behörden in den dreißiger Jahren auch von enttäuschten Reisen, die offenbar auch im Unkenntnis der Märchenhandlung erwartet hatten, in der Hansestadt auf die Stadtmusikaner zu treffen.

00:06:24: Warum erzähle ich euch das?

00:06:25: Wir sehen, Märchen wirken wieder einmal sehr stark in die Wirklichkeit hinein.

00:06:29: Verleihen in diesem Fall einer Stadt sogar Identität.

00:06:32: Ja und warum die Bremer Stadtmusikanten so populär sind, wofür sie eigentlich stehen und warum Sie das zu einem eigentlich recht geeigneten Wahrzeichen für eine Stadt machen, dem gehen wir heute mal auf den Grund.

00:06:44: Jo!

00:06:44: Da steige ich doch direkt mal ein mit den Infos und Hintergründen.

00:06:49: Der RTU ist hundertdreißig Tiere auf Wanderschaft, und seit der Ausgabe von außenhundertneunzehn steht es anstelle siebenzwanzig in den Kindern-und Hausmärchen.

00:06:59: Es ist eine Mischung aus zwei unterschiedlichen Fassungen aus Paderborn und wurde durch die Familie Haxthausen an die Grims weitergetragen.

00:07:06: Es gibt auch noch ältere literarische Quellen, zum Beispiel Philipp Melanstons, Schüler Georg Rollenhagens, Fers Epos, Froschmeuseler.

00:07:15: Geklinkt

00:07:17: euch!

00:07:17: Von fifteenhundertfünfundachtzig.

00:07:22: der Ochs und der Esel stürmen mit ihrer Gesellschaft ein Waldhaus.

00:07:27: Und in seiner Geschichte führt der Hund die sechsköpfige Truppe bestehend aus Ochse, Esel, Katze, Hahn und Gans an.

00:07:35: In einer noch älteren Fassung kam auch nur zwei Tiere vor, nämlich Hahn und Hund.

00:07:41: Die einen Fuchs überlisteten den der Haus-Hund dann zu Tode bis.

00:07:46: Ja, und Rollhagen griff hier auf ein Meisterlied mit dem Titel Der Keklein.

00:07:50: Das ist irgendwie alles süß ne?

00:07:52: Von fifteenhunderteinundfünfzig zurück das Hans Sachs einige Jahre zuvor gedichtet hatte in dem vier Tiere vorkamen.

00:08:01: Nämlich die Katze, der Ox, das Pferd und der Hahn und von ihrer Wanderschaft erzählte.

00:08:07: Und sie glaubten, in einem leeren Haus zu schlafen, dass aber eigentlich von zwölf Wölfen bewohnt wurde.

00:08:13: Und gegen diese mussten Sie sich dann verteidigen!

00:08:16: Ja das Motiv der wandernen Tiere ist grundsätzlich sehr verbreitet.

00:08:20: Ich fand es ganz schön krass weil im Prinzip ist das ein Motiv, das gibt es weltweit.

00:08:26: In Finnland Schweden und Dänemark zum Beispiel haben die wandernen Tieren auch mit Trollenkobolten oder Gespenstern zu tun In Belegen aus Mexikon, Argentinien mit regionaltypischen Raubtieren.

00:08:39: Aber wie gesagt es gibt auch Motive aus Amerika oder Asien.

00:08:43: das ist wirklich sehr verbreitet.

00:08:45: Ich habe sogar eine noch ältere Frühform gefunden nämlich aus dem Jahr elfhundertachtundvierzig tatsächlich und zwar des Epos Isengrimus von Nivardus von Gent.

00:09:00: Und zwar ist es da die Episode des Schlussteils.

00:09:03: Ein Fuchs überredet Hirsch, Reh, Esel, Witter, Ziegenbock, Hahn und Gans zu einer Wallfahrt nach Rom.

00:09:11: Sie übernachten auf dem Weg in einem unbewohnten Haus.

00:09:14: Der Wolf Isengrimus wittert leichte Beute und gesellt sich als Einsiedlerverkleide zu ihnen und möchte wohl bewirtet werden Denn der Widder tischt ihm mehrmals denselben Wolfs Schädel auf zum Essen Woraufhin der Wolf glaubt, die Tiere hätten mehrere Wölfe getötet und ihm serviert.

00:09:32: Diesen Grimus will fliehen, wird aber auf der Flucht noch übel zugerichtet.

00:09:36: Er kehrt dann mit seinem Rudel zurück.

00:09:39: Die Tiere sehen das Klettern auf den Dachboden.

00:09:42: Als die Wölfen an drin sind, fällt der Esel herunter ... Und er schlägt mit seinem Gewicht zwei Wölfer.

00:09:48: Das verbleibende Rudelflietern!

00:09:53: Ja, und Varianten gibt's nahezu im gesamten deutschen Sprachraum.

00:09:56: Also egal ob die ehemaligen Ostgebiete also auch wieder hier sieben Bürgen Schlesien und was weiß ich Ostpreußen aber eben in Österreich und der Schweiz.

00:10:06: Und die grimmische Variante stammt ja wie wir von der Genie schon gehört haben aus Westfalen also relativ lokalpatriotisch.

00:10:13: Adaption gibt es auch wirklich zahlreiche über Bühnenstücke und was weiss ich alles.

00:10:19: Ich habe mir wieso oft zwei Varianten rausgesucht, und zwar Filme-und Hörspiele.

00:10:26: Es gibt sogar einen ganz kurzen Disneyfilm aus den Dreißigern, den ich aber auch nicht kenne.

00:10:31: Der soll sogar bis sieben Minuten lang sein, hab' ich gelesen?

00:10:34: Relativ bekannt ist der DEFA Silhouettenfilmen in Schwarz-Weiß, von�zeltvierundfünfzig, der ist ungefähr neunzehn Minuten lang.

00:10:41: noch bekannter ist er Schonger Film vonneinzelneunfünfzig In Farbe dann schon ungefähr siebensitzig Minuten wo dann verkleidete Menschen die Tiere eben spielen.

00:10:49: Ich bin ja sonst kein Freund des deutschen Märchenfilme, aber der ist echt putzig.

00:10:53: Vor allen Dingen für Kinder und ich hab den als Kind auch echt gerne gesehen.

00:10:56: die anderen mochtig... Es gibt nur diesen einen berühmten, die sind echt süß zurechtgemacht.

00:11:01: Die Katze trägt dann auch so ein Kleidchen und ganz adreht also es wirklich süß gemacht auf jeden Fall.

00:11:06: Der Hahn ist da noch von einem Kind gespielt tatsächlich Ja.

00:11:09: und dann gibts noch eine relativ moderne Verfilmung von dem Jahr zwei tausend neun aus der Reihe sechs auf einen Streich.

00:11:15: Die ist knapp eine Stunde lang mit Computer bearbeiteten Tieren.

00:11:19: Die Stimmen sind unter anderem von Hannelore Elzner, Bastian Pastewka und Harald Schmidt.

00:11:24: Wie weit das Qualitätsmerkmal ist, lasse ich den Hörerinnen selbst überlassen!

00:11:31: Es gibt eine Kuriose hier... Total unbekannte Variante aus Russland, einen sowjetischen Zeichentrickfilm von neunundsechzig.

00:11:40: Bremenzke, ihr Musiker.

00:11:42: Der ist ungefähr zwanzig Minuten lang und es gibt davon sogar zwei Fortsetzungsfilme.

00:11:46: Und der ist bis heute ein... Was

00:11:50: passiert denn dann in

00:11:51: den Fortsetzen?

00:11:52: Ich weiß es endgesagt nicht.

00:11:55: Kann ich dir nichts sagen, müsste ich recherchieren?

00:11:57: Das hab' ich jetzt nicht getan tatsächlich.

00:12:00: Auf jeden Fall!

00:12:01: Der ist nach wie vor bis heute ein Quiltfilm, weil er eben ... Also die Ziender.

00:12:05: Ich hab mir die Anfangssequenz zumindest angeschaut.

00:12:07: Die Ziendern im Bus fahren mit zum Baden, Sänger auf dem Dach des Buses durch die Gegend und der ist halt sehr so rock'n roll-und beatmäßig also ziemlich modern Und in Russland nach wie Vor in seiner Polarität ungebrochen.

00:12:22: Also wie krass, dass ein Märchen aus Westfalen was von den hessischen Brüdern Grimm aufgeschrieben und veröffentlicht wurde dann in Russland.

00:12:31: Hundertfünfzig Jahre nach Erstveröffentlichung dann auch zusammen bis heute andauernden Hit wurde.

00:12:37: Und eine norddeutsche Stadt im Titel hat?

00:12:39: Genau wo sie gar nicht ankommt richtig!

00:12:43: Ja bei den Hörspielen gibt's auch unzählige.

00:12:46: ich möchte aber hier aus Überzeugungen auch wieder die üblichen Verdächtigen hervorheben.

00:12:50: es gibt zwei Varianten von Europa, eine von ungefähr neunzeigundsechzig.

00:12:55: Also eine relativ frühe Fassung auf der Scheilplatte mit der Haase unter Igel und der standhafte Zinsoldat Und aus der Reihe Märchenbox bzw.

00:13:03: Märchenparade.

00:13:04: je nachdem ob Musikersette oder Scheilplatz ist es die Folge siebeln Auf der Rückseite von Rumpelstielzen wenn ich nicht irre Aus den Frühen in den Achtzigern beide auch mit Hanspetsch ganz kurz als Erzähler und sonst sehr dialogreich ohne viel Plänkel hin und her.

00:13:20: Und sehr musikalisch auch.

00:13:21: vor allen Dingen, die singen da wirklich ganz schön gerade in der Märchenbox-Variante.

00:13:24: Da habe ich die noch singend jetzt im Ohr.

00:13:26: Sing mal!

00:13:28: Wir sind die Bremer statt Musikanten... Uff, uffm, ja oder so.

00:13:36: Auch genauso schön gesungen wie ich es getan habe tatsächlich.

00:13:40: Ich

00:13:40: versuche mir nämlich grad zu erinnern ob ich auch irgendwas von Hörspiekassetten von früher kenne.

00:13:44: aber ich würde sagen Ja, ich könnte aber nicht

00:13:47: und beschwören, ob das wirklich so ist.

00:13:49: Wir können ja wieder mal vom Zitationsrecht Gebrauch machen, Moment!

00:14:05: Ich glaube, das kenne ich doch, denn ich mach

00:14:16: Niau!

00:14:17: Ja, ich

00:14:17: höre dich auch schon Jenny,

00:14:18: wie du dann sagst,

00:14:19: ich mache Niauu!

00:14:22: Also ganz schlecht war ich glaub' ich nicht...

00:14:23: Nein, macht auch sehr gut

00:14:28: gemacht!

00:14:28: Also ich finde die Folge sehr lustig auf

00:14:30: jeden Fall.

00:14:31: Dann gibt's noch eine relativ bekannte Fassung bei Kiosk, mittlerweile Kiddings.

00:14:35: Und zwar die Folge Acht der Grimm-Märchen-Serie.

00:14:39: Das ist die B-Seite von Hänsel und Greteln.

00:14:41: Die gibts auch bei Streaminganbietern sowie die alte Variante von Europa übrigens auch.

00:14:46: Die Märchenbox ja leider nicht.

00:14:48: Aber beim Kioskkörspiel ist Joachim Notke eben der Erzähler mit ganz vielen anderen Stimmen aus dem Benjamin BB Cosmos... ...und als Höhepunkt Gisela Fritsch also Karla Kolumna als Katze!

00:14:59: Ja, das Märchen von den Bremer Stadtmusikanten ist ja eine Unterkategorie des Märchens die wir inzwischen eigentlich ganz gut kennen denn es handelt sich um ein

00:15:08: Tiermärchen.

00:15:09: Sehr gut!

00:15:10: Und wie das bei Tiermärchen vorkommen kann, erinnert euch vielleicht an unsere Folge neunzig dazu.

00:15:15: Erinnert auch das Märchen von den Bremer Stadtmusikern teilweise an eine Farbe.

00:15:20: Auch daran erinnerte ich euch vielleicht dass es die Textsorte in der Tieren immer bestimmte Eigenschaften zugeordnet sind und die immer eine Moral oder Lehre

00:15:27: haben.

00:15:27: In der Wissenschaft ist nach wie vor umstritten inwieweit jetzt Märchen und Farbel bei den Bremers Stadtmusikantern zuerst da war was bedingt hat.

00:15:36: Auch die Ausgangssituation ist uns bereits aus einem anderen Märchen vertraut.

00:15:41: Erinnert euch hier an Folge neunundachtzig, dass wir als Grundlage für die Tiermärchen genommen

00:15:46: haben... Der alte Sultan!

00:15:48: ...der Hund ist alt geworden und der Bauer wollte ihn erschießen weil er eben keine Verwendung mehr für ihn hatte.

00:15:53: Der bayerische Bauer!

00:15:55: Wir erinnern uns doch gerne daran zurück.

00:15:58: Also wenn nicht hört bitte unbedingt rein

00:16:01: Liebe Grüße übrigens in den Süden.

00:16:05: Mit einem Trick, so wie der Hilfe von weiteren tierischen Helfer innen gelingt es dem Hund dann zu zahlen.

00:16:10: Dass er doch noch etwas wert ist und so entgeht er am Ende ja auch dem Tod.

00:16:15: Und bei den Bremer Stadtmusikern ist das erst mal ganz ähnlich.

00:16:17: Auch hier werden die Tiere, die wir Menschen sprechen können nach ihrem Wert bemessen.

00:16:23: Der Esel ist zu schwach, der Hund zu alt, die Katze hat keine Mäuse mehr, der Hahn soll beschlachtet werden Sprich, die vier performen einfach nicht mehr.

00:16:29: Und damit haben sie keinen Platz mehr in der Leistungsgesellschaft.

00:16:33: wie bei der alte Soltern auch findet hier ebenfalls die Beurteilung vom Wert eines Lebewesens einzig auf der Grundlage seiner Leistung statt.

00:16:41: also wir haben ja mal wieder Kapitalismus in reinen Form.

00:16:44: Noch mal der Vergleich zum alten Sultan.

00:16:45: Wir erfahren hier wieder sehr viel über die Beziehung zwischen Mensch und Tier, die hier allein auf diesen Aspekt von wie kann dieses Geschöpf mir nutzen?

00:16:54: aus menschlicher Sicht reduziert ist?

00:16:56: Das ist aber nur die eine Ebene und die werde ich jetzt auch gar nicht weiter vertiefen denn die Bremer Stadtmusikanten ist auch eine Geschichte Menschen und als solches eine Gesinde-Geschichte.

00:17:06: Und damit machen wir einen kleinen historischen Exkurs, denn als Gesinde, wichtig Gesinde ohne L, Gesindel ist ein Schimpfwort was sich später daraus abgeleitet hat?

00:17:15: Bezeichnet man historisch die Gesamtheit an Dienstbotenmärkten und Knechten, die für einen Grund oder Gutsherren arbeiteten.

00:17:22: Gesinde steht also für ein Kollektiv nicht für einzelne Dienstboten und der Gedanke des Kollektives ist in diesem Märchen später ja sehr sehr wichtig.

00:17:31: Das Gesinde war eine wichtige Arbeitskraft auf Höfen, die in einer klaren hierarchischen Struktur organisiert waren.

00:17:37: Es gab das Haus- und Hofgesinde, das dann unterschieden wurde je nach häuslichen oder landwirtschaftlichen Diensten... Hofgesinnte konnte aber auch die Dienerschaft in hohen adligen Häusern genannt werden.

00:17:49: Es gab dann neben dem Haus- und Hofgesinde, auch nach das Debutatgesinne Und das durfte im Gegensatz zu den anderen Gesindheiraten Bekamen manchmal dann auch Landteile oder teils eine eigene Wohnung oder sogar ein gesinnte Haus zugewiesen.

00:18:03: Beuerliches Gesinde war im Jahrhundert in der Regel jung und unverheiratet.

00:18:08: Der gesinde Dienst begann meist am Alter von zwölf Jahren, vielfach auch schon früher.

00:18:12: Der Lohn, ihr könnt es euch denken, war natürlich nicht gerade üppig.

00:18:16: Dafür hatten die Hohen Herren das Gesinde dann aber zu beköstigen.

00:18:20: Wie wir das ja von uns auch so schön kennen, dass Arbeitgeber gerne mal den Lohn drücken, weil Personalkosten sind einfach so hoch ... Gab es auch schon damals Überlegungen, wie man sparen könnte ohne befürchten zu müssen.

00:18:33: Dass z.B.

00:18:33: dann in der Erntezeit wenn die zu leistende Arbeit besonders schwer war das Gesinde gegen sich aufzubringen.

00:18:39: und dafür gab Christian Friedrich Germeshausen In seiner Hausmutter einem Werk der Aufklärerischen Hausväter Literatur verschiedene Tipps.

00:18:48: so ließ ich den Anteil von Fleisch- und Gemüse im Eintopf natürlich manipulieren oder man gab dem Gesinde nur altbackenes Brot und stark gesalzt eine Fassbutter, wovon das von sich aus ja dann auch weniger nehmen würde.

00:19:00: Weil es schmeckt halt nicht so gut ne?

00:19:02: Also frei nach dem Motto wenn sie nicht wegsterben sind sie gut genug versorgt.

00:19:05: Richtig!

00:19:07: Ja und vor allem galt es eben auch nur Produkte die auf dem Hof selbst hergestellt wurden zur Verköstigung bereitzustellen damit man eben nichts zukaufen musste und damit noch zusätzliche Kosten hatte.

00:19:16: also sehr

00:19:19: sparsam nachhaltig regional also kein Bohnencafé zum Beispiel richtig.

00:19:26: Eigentlich sehr zynisch, ne?

00:19:27: Je nachdem an wen das Gesinde auch geriet.

00:19:30: Also wer dann der Dienst her war konnte es ihm schon ziemlich mies gehen und man muss eben auch dazu sagen dass sie echt hart gearbeitet haben.

00:19:38: Denken wir in eine ganz frühe Folge zurück zum Beispiel die Hexepfarrerin.

00:19:42: Die hat ja dem gesinn da auch immer so seltsame Sachen aufgetischt dass sie dann Leibwinde und sowas davon gehabt

00:19:47: haben Stimmt!

00:19:48: Ja ich hatte das bestimmt gelesen.

00:19:52: Wie gesagt, das Gesinn hat schwere körperliche Arbeit verrichtet und von dem was sie mit ihrer Arbeitsleistung erbracht haben oft nur das nötigste und minderwertigste bekommen.

00:20:01: Und zu historischen Realität gehört auch im Alter und in sozialen Notlagen sah sich das Gesinde oft allein gelassen.

00:20:08: Altersarmut war allgegenwärtig.

00:20:10: Und diese Situation mischt sich dann auch mit dem Zeitgestehen, dass wir so um die Entstehung der schriftlichen Fassung von diesem Märchen haben.

00:20:19: Wir haben die Ideen der französischen Revolution mit ihrer Vorstellung von allgemeingültigen Menschenrechten, die noch nachklingt.

00:20:25: Auch wenn der Wiener Kongress ja versucht hat das alles wieder ein bisschen rückgängig zu machen.

00:20:28: Diese Idee davor hatte sich in den Köpfen der Menschen und auch in den Köpfen dieser einfacheren Bevölkerung trotzdem festgesetzt.

00:20:34: Die napoleonischen Kriege die sich in Auflösung befand.

00:20:42: Die Frühindustrialisierung, die zu einer Entfremdung zwischen Gesinnte und Herrschaften führte etwa durch häufigen Personalwechseln eine generell schwierige wirtschaftliche Situation Und noch mal stichwort Französische Revolution – die Grundherren hatten ja erlebt was passieren kann wenn das einfache Volk, wenn die Unterschicht, Sicht gegen die Eliten erhebt wieder aufmüpfig werden könnte.

00:21:08: Und um eighteenhundert wurden deswegen immer häufiger sogenannte Gesindeordnungen erlassen, die das Verhältnis zwischen Gesinde und Dienerschaft vor allem im Sinne letzterer regelten.

00:21:18: Märkte und Knechte wurden einer sehr weitgehenden Verfügungs- und Befehlsgewalt unterworfen.

00:21:23: sie mussten sich beleidigung und sogar körperliche Züchtigung gefallen lassen.

00:21:26: Das heißt die Willkür mit denen die dienstherren die Stadtmusikanten im Märchen behandeln Entsprechend somit den realen Erfahrungen von Mäkten und Knechten.

00:21:34: Wir haben hier also ein Märchen, das einer historischen Lebenswirklichkeit entstammt und somit viel Identifikationspotenzial bietet.

00:21:44: Und die Idee dem zu entfliehen liegt da natürlich nahe und ist für uns als Lesende natürlich total nachvollziehbar.

00:21:50: Vielleicht habt ihr euch aber auch gefragt, warum denn eigentlich Bremen?

00:21:54: Ja, auch das Ziel der Flucht ist tatsächlich naheliegend.

00:21:58: Denn als freier Hansestadt war man dort frei!

00:22:01: Also wer dort länger als ein Jahr und einen Tag lebte, war ein freier Mensch.

00:22:06: Stattluft macht frei?

00:22:07: War ja die Devise

00:22:07: da.

00:22:07: Genau eine zeitgenössische Klage über die Sittenlosigkeit des Gesinnens in der Hansestadt belegt auch dass die unteren Schichten dieser Stadt tatsächlich freier leben konnten.

00:22:17: Also in dieser Schrift beschwert sich der Herausgeber des hanseatischen Magazins und spätere Brewer Bürgermeister Johann Smith über Zitat grobeneignutz, Mangel der Anhänglichkeit an die Herrschaften vor allem aber zunehmende Üppigkeit und Verschwendung, die sich vorzüglich bei den Dienstmärkten in auffallender Kleiderbracht zeigt.

00:22:37: Unglaublich!

00:22:39: Ja und diese historischen Gegebenheiten legen nahe dass sie grimmst den Ort Bremen bewusst im Titel des Märchens platziert haben.

00:22:47: Zwar ist nicht ganz klar, ob sie die Stadt schon in den Quellen vorfanden oder ihn selbst hinzufügten.

00:22:53: angesichts der Tatsache wie Sie ihre Märchen bearbeitet haben gilt es aber als eher unwahrscheinlich dass das einfach aus einem Zufall heraus entstanden ist und dass diese sich da so wirklich gar nichts beigedacht haben.

00:23:02: Ja gut wenn die Fassung aus Paderborn stammt Bremen ist jetzt nicht so ganz weit weg.

00:23:06: genau Die Richtung stimmt.

00:23:07: ja.

00:23:08: Interessant ist ja auch, dass Bremen als Ort genannt wird.

00:23:11: Was ja nahezu einmalig bei den Grimms und für Volksmärchen auch sehr untypisch ist?

00:23:16: Die Stadt selbst aber nie erreicht wird!

00:23:18: Die Bremer Stadtmusikanten kommen da ja gar nicht an.

00:23:21: Das heißt wir können Bremen natürlich auch als eine Utopie verstehen, als eine Wunschvorstellung genau wie die Idee statt Musikant zu werden.

00:23:29: Denn das ist eigentlich die nächste Frage, die sich stellt.

00:23:33: Sie haben gedient, immer körperlich gearbeitet.

00:23:36: Jetzt könnte man sagen, als Musikant bist du ein Künstler?

00:23:39: Haben wir eine romantisierte Vorstellung von Freiheit?

00:23:42: Weil damals aber durchaus anders.

00:23:44: Richtig!

00:23:44: Im Mittelalter und der frühen Neuzeit genossen Stadtmusikern durchaus ein hohes Ansehen.

00:23:49: Im Laufe des achtzenden Jahrhunderts war es damit vorbei.

00:23:52: Der letzte Nachweis eines Bremer-Stadtmusikanten stammt aus den jahr Eightzehnhundertneunen also zehn Jahre vor dem Erschein mit das grimmischen Märchen.

00:24:01: Ratsmusikus, wie er genannt wurde hat dann auch in einem Schreiben beklagt dass er von dem wenigen Geld was als Stadtmusikant verdiene eben nicht leben könne und in Zukunft doch gerne als Musiklehrer arbeiten würde.

00:24:13: Das heißt das Dasein als Stadt-Musikante sicherte zu dieser Zeit keine Existenz mehr.

00:24:18: der Wunsch der Tiere ist also von Anfang an eine Utopie.

00:24:21: Halt mir so fest.

00:24:22: wir können das Märchen sowohl auf dieser Menschstil Ebene Menschleistungsebene lesen.

00:24:29: Wir können das auf die historische Situation von Dienstboten übertragen, wir finden darin aber natürlich auch wieder einmal ganz aktuelle gesellschaftspolitische Diskussionen über den Wert eines Menschen.

00:24:40: Im Text heißt es ja auch Sie haben lange Jahre treu gedient.

00:24:43: Bittere Erkenntnis am Ende zählt das überhaupt nicht.

00:24:46: mit Ende ihrer Leistungsfähigkeit wird ihnen ihre Lebensberechtigung förmlich abgesprochen.

00:24:52: also zynischer Finde ich, geht's schon fast nicht.

00:24:55: Der Mensch wird hier nur nach seiner Leistungsfähigkeit beurteilt und wenn er nicht mehr kann?

00:24:59: Wenn er ausgequetscht wurde, wird er ausrangiert.

00:25:03: Friedrich Merz gefällt das wahrscheinlich!

00:25:07: Welche Frage dass Märchen dabei aufwirft ebenfalls ziemlich aktuell.

00:25:11: sollten wir Lebewesen wirklich nach ihrem Nutzen, ihrem Arbeitswert beurteilten.

00:25:16: Das Märchen von den Bremer Stadtmusikern hat darauf eine ... finde ich ziemlich klare Antwort und war zu.

00:25:20: schauen uns jetzt mal die zentralen Themen des Märchens an.

00:25:24: Damit zunächst natürlich mal Alter-und Ausgrenzung, das ist eben der bereits erläuterte Grundkonflikt.

00:25:29: aber dabei bleibt es ja nicht denn Helden und Heldinnen im Märchen wir wissen's nach über hundert Folgen ja ganz gut finden eigentlich immer irgendwie eine Lösung.

00:25:37: Und diese Lösung bringt uns zum zweiten zentrale Thema des Märchiens Gemeinschaft und Solidarität.

00:25:42: Als Individuen sind die einzelnen Tiere schwach.

00:25:45: Sie verkörpern alter Schwäche Gebrechlichkeit, aber auch auf sozialer Ebene sind sie schwach, denn in dem Moment, indem sie ausgemustert werden und den Stempel nutzlos erhalten verlieren sie ihre gesamte Existenzgrundlage.

00:25:57: Also wie kannst du leben wenn dein Leben von Arbeit abhängt?

00:26:00: Du aber nicht mehr arbeiten kannst und ironischerweise Die harte körperliche Arbeit der die Tiere ja nachgegangen sind auch ihren Teil zum Verschleiß beigetragen hat?

00:26:11: Die Tiere finden darauf tatsächlich einen Antwort, nämlich Gemeinschaft macht stark.

00:26:15: Denn gemeinsam vertreiben sie die Räuber und erarbeiten sich ein neues Leben.

00:26:19: Und das bringt uns zu dem Thema Freiheit- und Selbstbestimmung!

00:26:22: Die Tiere akzeptieren ihr Schicksal nicht.

00:26:24: in dem Moment wo Sie alles verlieren weil sie von anderen abhängig sind werden sie aktiv und tragen dadurch zur Verbesserung ihrer Situation bei.

00:26:32: Ich finde damit vermittelt, dass Märchen eine sehr optimistische Botschaft.

00:26:35: Durch Zusammenhalt, Mut und Entschlossenheit können neue Wege gefunden werden.

00:26:40: Freiheit und Gerechtigkeit kann man sich nur gemeinsam erkämpfen.

00:26:44: Und auf dieser Grundlage gibt es dann wieder mehrere Interpretationsansätze.

00:26:49: Wir haben schon gehört.

00:26:49: natürlich die Sozialkritik ist glaube ich unüberhörbar!

00:26:52: Wir können's natürlich politisch interpretieren.

00:26:54: Die Tiere werden... als Symbol für unterdrückte Menschen gesehen, die sich zusammenschließen und gegen stärkere Mächte bestehen oder vielleicht sogar vorgehen.

00:27:04: Ankämpfen!

00:27:05: Die Räuber im Gegensatz besitzen Macht- und Nahrung doch die scheinbar schwachen Tiere vertreiben sie durch Zusammenarbeit.

00:27:11: also ich finde wenn da die französische Revolution nicht durchklingt weiß ich auch nicht.

00:27:15: Wir haben natürlich auch die Möglichkeit, das Mächen psychologisch zu interpretieren.

00:27:19: Da will ich dem Christian noch nicht weit vorgreifen.

00:27:22: Nur als Idee, die vier Tiere könnten verschiedene Seiten eines Menschen darstellen.

00:27:26: Der Esel für Vernunft und Durchhaltsvermögen, der Hund steht für Emotion und Treue, die Katze Maus für Klugheit und der Hahn für Wachheit und Hoffnung.

00:27:34: Erst im Zusammenspiel aller dieser Eigenschaften kommt man zum Erfolg.

00:27:38: Das Räuberhaus könnte dann von diesem Hintergrund symbolisch für Sicherheit oder ein neues Lebensziel interpretiert werden?

00:27:45: Und wir können das ganz existenziell sehen.

00:27:47: Die Tiere befinden sich in einer Lebenskrise, sie verlieren ihre bisherige Aufgabe und müssen ihre Identität neu finden.

00:27:54: Auch darin liegt eine zentrale Frage, inwieweit schafft Arbeit Identität?

00:27:59: Wer bist du wenn du nicht mehr arbeiten kannst?

00:28:03: Dazu begeben Sie sich im Märchen auf eine Suchwanderung und suchen und finden Neubeginn und Sinn!

00:28:10: Ihr seht also, es steckt in den Märchen jede Menge drin.

00:28:13: Da unser Oberthema heute ja aber Geld ist, fragt ihr euch jetzt vielleicht, was ist denn mit dem Money?

00:28:19: Ja, Geld spielt in dem Text durchaus eine Rolle, nicht wirklich eine direkte wirtschaftliches Denken dafür umso mehr!

00:28:27: Denn das Schicksal des Tiere ereilt hat... Rein ökonomische Gründe.

00:28:31: Ihre Möglichkeit, Geld zu verdienen, verlieren sie bei den wirtschaftlichen Kriterien ihrer Herren nicht mehr entsprechend.

00:28:37: Sie sind nicht effizient genug!

00:28:38: Das ist knallhater Kapitalismus oder jede Form von Menschlichkeit.

00:28:43: Auch auf der Flucht spielt Geld eine indirekte Rolle Denn der Hund fragt ja womit soll ich nun mein Brot verdienen?

00:28:49: Das heißt Arbeit ist auch hier im Märchen Unmittelbare Voraussetzung für Nahrung und Überleben.

00:28:54: Er kann noch Kuchen

00:28:55: essen.

00:28:58: Ohne Arbeit gibt es kein Kuchen und keine Versorgung.

00:29:02: Ach so!

00:29:05: Das heißt, die Tiere fliehen also nicht nur vor dem Tod.

00:29:08: Sie müssen sich auch überlegen wie sie Armut und Hunger entkommen denn sonst verschiebt sich ihr Tod ja eigentlich nur weiter nach hinten.

00:29:14: Und genau das können sie nur wenn sie Geld verdienen.

00:29:16: Also heißt ohne dass Geld als solches erwähnt wird entscheidet es hier am Anfang schon Überleben und Tod.

00:29:23: Ich habe es bei den historischen Ausführungen vorhin ja schon erwähnt.

00:29:26: Bremen ist auch hier das Symbol wirtschaftlicher Hoffnung, es steht für Freiheit neue Chancen, wirtschaftliche Möglichkeiten und damit spiegelt das Märchen auch gesellschaftliche Entwicklungen wieder der Übergang von feudaler Abhängigkeit zu eigenständiger Erwerbsarbeit.

00:29:42: Und auch das Räuberhaus spielt eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit Geld und Besitz Denn der Esel sieht darin einen gedeckten Tisch mit schönem Essen und Trinken.

00:29:50: Das heißt, das Haus symbolisiert Wohlstand, Nahrung, Besitz und einen gewissen Überfluss sogar.

00:29:55: Denen die Tiere in ihrer Situation des Mangels... Ja, den Sie sehen müssen.

00:30:01: Und die Räuber leben im Luxus.

00:30:04: Allerdings haben sie diesen Luxus durch Diebstahl und Gewalt erreicht.

00:30:07: Die Reichtum ist unrechtmäßig erworben und damit greift das Märchen einen typischen Gegensatz auf.

00:30:13: Wir haben die schwere Arbeit der Tiere, die dafür nichts bekommen haben.

00:30:17: Und wir haben den unrechtmäßigen Erwerb der Räuba, denen es gut geht.

00:30:20: Da schreien wir natürlich so, das ist total unfair!

00:30:24: Nachdem die Tiere, die Räuber vertrieben haben übernehmen sie das Haus und die Vorräte.

00:30:29: Und das kann natürlich eine symbolische Schubverteilung sein!

00:30:32: Die Schwachen nehmen sich zurück was sie zum Überleben brauchen.

00:30:34: der Besitz wechselt von den Unrechtmäßigen zu den Bedürftigen.

00:30:38: Und schwupf sind Sie Kolchosenbesitzer?

00:30:43: Auffällig dabei ist, dass die Tiere nicht gierig werden.

00:30:46: Das kennen wir in anderen Märchen, dass das durchaus auch mal passieren kann.

00:30:49: Sie nehmen erst einmal nur Nahrungsschutz einen Schlafplatz.

00:30:53: D.h.,

00:30:53: das Märchen vertritt keine Vorstellung von Reichtum im Überfluss und Luxus, sondern Reichtums.

00:31:01: bedeutet hier ausreichende Versorgung, Sicherheit ein würdevolles Leben!

00:31:06: Geld erscheint also nicht direkt in Form von Münzen, sondern indirekt durch Arbeit besitzt nahum soziale Stellung und der Sicherung des eigenen Überlebens.

00:31:14: Es geht in den Märchen um all das wofür Geld steht – wirtschaftliche Abhängigkeit, soziale Ungleichheit, Existenzsicherung.

00:31:21: Und damit führt es uns vor Augen welchen welche starke Bedeutung, welchen starken Einfluss Geld auf unser aller Leben hat.

00:31:28: Wie abhängig wir davon sind und wie schnell es uns als Menschen entwertet, während es für uns aber einen total hohen Wert hat?

00:31:36: Ja und für diesen Hintergrund ist es, glaube ich auch nachvollziehbar warum die Bremer Stadtmusikanten als Wahrzeichen so markant und beliebt sind.

00:31:43: Das eben nicht nur diese ikonische Darstellung dieser Tierpyramide von der populären Geschichte, die man sich halt lange mal erzählt hat, die halt auch diesen vielleicht noch historischen Hintergrund hat okay?

00:31:54: Es geht eben um das wofür diese Tiere stehen gedemütigte Außenseiter in ihrem Weg zur Selbstbestimmung fänden.

00:32:00: was steckt vor allem in so einer Erzählung?

00:32:02: Hoffnung Und das ist der letztlichen Gefühl, dass Menschen weltweit ein- und erreicht.

00:32:07: Aber dadurch passt das Märchen eigentlich ganz gut nach Bremen, weil man dem Norden ja eine gewisse Bodenständigkeit nachsagt?

00:32:14: Ins Posche München hätte es vielleicht nicht

00:32:16: so gepasst... Nee da würde ich's auch nicht hinsetzen!

00:32:21: Aber man kann sich auf jeden Fall total gut damit identifizieren, ne?

00:32:25: Ja wir hohe Gebietsarbeit erkennen auf jeden fall.

00:32:27: Und es bleibt und ist auch einfach

00:32:29: aktuell.

00:32:30: Und ich finde, diese Identifikation ist auf mehreren Ebenen, weil es aktuell ist.

00:32:34: Weil du dich als Arbeiter Kind da reinversetzen kannst, wenn du historisch Hintergrund nimmst und dieses Gefühl von Gerechtigkeit wieder befriedig siehst.

00:32:42: Du denkst, die haben das einfach mehr verdient als die blöden Räuber.

00:32:45: Gut dass Sie's geschafft haben und es denen gut geht!

00:32:47: Mein Fieber hat ja auch mit denen mit.

00:32:49: Ja oder auch mit Themen wie Altersarmut?

00:32:51: Oder was ist ... Wenn man krank wird, dass man dann

00:32:54: kein Geld

00:32:54: mehr verdienen, das Schwieriges?

00:32:56: Ja.

00:32:56: Mhm.

00:32:57: Auf jeden Fall.

00:32:59: Jetzt wird's ernst.

00:33:00: Elende, du hast ja schon gut einen rausgehauen aber ich kann schon mal versprechen Drehwermann setzt noch eine Schütte obendrauf.

00:33:10: Drehwermaaaan!

00:33:20: Ja, Eugen Drehwermann hat das Märchen auf ungefähr dreißig Seiten also gar nicht so umfangreich vergleichsweise in seinem Band von der Macht des Geldes oder Mächensökonomie Gedeutet, da haben wir auch schon in der Rumpelstitzenfolge auf den Zurück gegriffen.

00:33:34: und beim gestieferten Kater glaube ich auch zumindest der gestiefferte Kater hier auch drin.

00:33:37: Ich weiß gar nicht ob ich es damals vorgestellt habe, ich glaub's schon ne?

00:33:40: Doch ja, ich glaube schon, er hat nämlich auch wieder einen rausgehauen!

00:33:45: Und Drehvermann stellt dieses Märchen unter den Überschrift die Allianz der Nutzlosen.

00:33:50: Wer das Buch nicht zu hand hat, kann sich übrigens auch auf YouTube als Teil der digitalen Vorlesung im Wintersemester-Fünfundschwanzig-Sächsenzwanzig eine Deutung des Märchens anhören und ansehen.

00:34:02: Zu Beginn möchte ich mit einem doch recht prägnanten Zitat beginnen... Die unersweichliche Naturgegebenheit des Altens beweist wie wohl nicht sonst die Unatur einer Lebensphilosophie, deren Sinn Maßstab fetisch ähnlich auf Leistungssteigerungen Gewinnmaximierung und Wirtschaftswachstum ausgelegt ist.

00:34:20: Irgendwann wird die geschundene Kreatur rebellieren werden sogar die Hausgeräte in den Aufstand gehen wie es im Vergleich bei Kalb mit asiatischen und indianischen Motiven zum Beispiel die Geschichte von Herrn Korbis erzählt.

00:34:31: auch ein Grümhärchen.

00:34:32: Was das Märchen von den prima Stadtmusikanten in Zusammenfügung zweier paderbornischer Fassung schildert, offenbart erneut nach Art einer Mischung aus Farbel und Satire.

00:34:40: Den zentralen Widerspruch der in jedem Sozialsystem steckt, dass sich wesentlich über Produktivität und Geldakkumulation definiert.

00:34:49: Es verrechnet Menschen als Wirtschaftsfaktoren ohne damit zu rechnen wie Menschen wirklich sind.

00:34:55: Sie können krank werden, sie können alt werden und bald schon wird ihr Bemühen einen Beitrag zur Steigerung des Bruttosozialproduktes zu leisten.

00:35:02: Der Frage weichen was die selber sich leisten können ja sich selbst zu leisten geradewegs schuldig sind.

00:35:09: unter den Lebensbedingungen der derzeitigen neoliberalen Wirtschaftsordnung lässt sich schwerlich eine Geschichte vorstellen die aktueller sein könnte als diese.

00:35:17: indem sie mehrchenhaft zeitlos an die Zeit bedingt hat er Zeitläufe zurückmeldet.

00:35:22: was Menschen immer da sind und seien werden kränkende, alternde, sterbliche Wesen beziehungsweise in Bilder gesprochen arme erbärmliche erbarmenswerte Haustiere.

00:35:34: Boah, das ist so schlimm.

00:35:35: Mir fallen so viele Zitate ein, die in der Politik in letzter Zeit dazu gemacht wurden.

00:35:41: Das ist echt unglaublich!

00:35:43: Und ich meine, dass Märchen jetzt ja schon mal mindestens zweieinhalb Jahre alt sind und trotzdem hat sich in einigen Bereichen nicht so viel getan.

00:35:51: Hey, ich muss Ellie sagen, ich kriege jetzt richtig schlechte Laune... Ich bin ja aber nicht mit Drehwärmern immer einer Meinung.

00:35:57: Ich finde, es war perfekt zusammengefasst.

00:36:00: Leider ja.

00:36:00: Dass wir

00:36:00: dich alles unterschreiben und ich denke mir ... Hab ich jetzt Bock, Montag wieder arbeiten zu können?

00:36:05: Nein!

00:36:06: Wir müssen

00:36:07: aber mehr arbeiten.

00:36:09: Also... Ich hab gestern Lohn bekommen also ich bin noch motiviert so.

00:36:17: Also der Wert des Geldes funktioniert bei dir ja als Antriebskraft ist ja auch

00:36:22: sehr interessant.

00:36:22: Ja, ich bin doch nur auf das Kartoffelsmuss.

00:36:27: Können wir später vielleicht gerne machen, aber lass uns ein Weilchen bei Drehermann verweilen.

00:36:33: wir ja schon alle mitbekommen haben, es geht jetzt zwar um Tiere und da wir hier quasi eine Art Fabelmärchen haben aber auch eigentlich um Menschen.

00:36:41: Und die müssen eben verwendbar sein also Arbeitskraft aufwenden können oder zumindest verwertbar sein sonst haben sie eben keine Existenzberichtigung.

00:36:51: Ich finde

00:36:52: das

00:36:53: ekelhaft.

00:36:54: Diese Tiere müssen Geld einbringen, indem sie eben wie der Esel zum Beispiel die Getreidesäcke trägt und dann an der Produktion beteiligt ist oder zumindest Geld einsparen sowie die Katze eben dass Getreide von den Mäusen fernhält und dadurch einen Verlust ausgeglichen oder abgewandt wird.

00:37:11: Es ist eine reine Kostenutzenabwägung Und diese Haustiere werden nicht aus Tierliebe gehalten sondern wirklich Also als Nutztiere im wahrsten Sinne des Wortes.

00:37:23: So was wie ein Gnadenhof, ne?

00:37:24: Wie es ja heute gibt's damals eher nicht so, denn das rechnete sich nicht und die Tiere haben ihre Schuldigkeit getan.

00:37:31: also am Ende weg damit.

00:37:33: Das heißt Eselhund und Katze werden getötet und vielleicht noch dem Abdecker mitgegeben.

00:37:38: zur Verwertung der Hahn ist immerhin noch gut genug für die Suppe Und wer sagt Ja aber mit Menschen kann man das doch nicht machen.

00:37:45: da möchte ich nur leider mal daran denken, dass vor knapp hundert Jahren es in den Arbeits- und Vernichtungslagern der Nationalsozialisten genauso abging das menschliche Asche zu Seife oder sonst was hergestellt wurde.

00:37:59: Widerlich!

00:38:00: Der Mensch ist dazu in der Lage... Die Haustiere sind Slaven oder zumindest Billiglohnarbeiter werden also wirklich ausgebeutet und bekommen nur ihr täglich Brot, daß die Arbeitskraft eben erhalten soll und nicht irgendwie ein Luxus darstellt, überhaupt nicht.

00:38:17: Und wie beim Tier ist es bei Menschen auch sobald die Arbeitskraft erlischt hat er eben keinen Marktwerten mehr und wird gesellschaftlich irrelevant eigentlich.

00:38:27: Ich habe vor wenigen Tagen den Stumpfeln der letzte Mann gesehen.

00:38:30: Er ist von Jahrzehntzwanzig mit Emil Jannings als Hotelportier, der aussortiert wird weil er an einem Tag nachdem er einen schweren Koffer getragen hat eine kurze Pause macht sich hinsetzt und ein Schluck Wasser trinkt.

00:38:42: Und das ist dann... Ja man

00:38:43: gar nicht!

00:38:44: ...und dann bekommt er eben einen Brief dass er jetzt halt im Toilettenraum da die Drecksarbeit machen soll.

00:38:49: und dann ist da ganz groß eingeblendet einer der ganz wenigen Zwischentitel, da kommt es uns ohne Zwischenditel aus der Film.

00:38:55: Grund der Maßnahme ihre Altersschwäche.

00:39:01: und dieser Film ist ja nun auch schon über hundert Jahre alt und liegt genau zwischen den Märchen unter heutigen Zeit also in zweihundert Jahren.

00:39:07: auch genau in der Mitte scheint das wohl ein aktuelles Thema gewesen sein.

00:39:11: und bei dem Ansehen des Films dachte ich mir, ja, das könnte auch heute gedreht sein gut nicht in schwarz-weiß und stumm natürlich und auch nicht in diesem Ausmaß wie das Hotel dargestellt wird aber von Position her hätte auch jetzt gedreht sein können.

00:39:26: So und weißt du was das schlimme daran ist, dass im Prinzip wir jetzt mittlerweile in einer Welt leben wo wir erstens weiter sein sollten?

00:39:33: Und zweitens wo wir die technischen Mittel haben um es besser zu machen und sie werden halt einfach nicht genutzt weißte!

00:39:39: Das ist halt das Schlimme.

00:39:40: Ja Das sehe ich genauso und das ist erschreckend.

00:39:44: Mach nur weit, die Stimmung geht immer weiter runter!

00:39:49: Ja also ich möchte es gar nicht in Detail ausführen.

00:39:52: Ich habe noch ein erschreckendes Abschluss-Zitat was ich gerne noch bringen möchte.

00:39:57: Jeder muss heute Eigenverantwortung übernehmen.

00:40:00: Verkündet von führenden Wirtschaftsinstituten beraten inzwischen sogar der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der katholischen Kirche damals eben Kardinal Karl Lehmann zu meins.

00:40:10: Was aber macht jemand?

00:40:12: Der als nicht mehr vermittlungsfähig mit fünfundfünfzig Jahren rund ein Jahr lang noch mit arbeitslosem Geld eins abgespeist wird um letztendlich dann doch nach mehr als dreierzehnten Arbeitsleben als HZV-Ampfänger auf die unterste Stufe Rangpyramide hinuntergestoßen zu werden.

00:40:29: Sollte er während seiner Erwerbstätigkeit etwa zu seiner Alterssicherung angespart haben, so zwingt ihn die sozialstaatliche Bürokratie unter ständiger Aufsicht und Nachweispflicht seine Rücklagen in genau den Portionen monatlich zu verbrauchen, die im Herd nach vom Sozialamt ausgehandigt werden.

00:40:52: Was macht eine Frau, die zwei Kinder großgezogen hat und sich danach mit forty-fünf Jahren von ihrem Mann entscheiden lassen?

00:40:58: Wenn sie mit zwanzig einmal ein Beruf gelernt hat wird sie aller Wahrscheinlichkeit nach ihnen nicht mehr ausüben können.

00:41:04: Wenn ihr Mann wie gewöhnlich ihren Unterhalt vor Gericht immer weiter nach unten festsetzen lassen kann bleibt ihn nur noch die Verpflichtung sich selber um Arbeit zu bemühen.

00:41:12: Zwanzig Arbeitsgesuche pro Monat wird sie nachzuweisen haben.

00:41:15: und egal, was sie annimmt ihr Mini-Lohnjob wird Eingang finden in die Erfolgsstatistik der Bundesregierung bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze.

00:41:23: Und wenn Sie auch zum Ableisten schlecht bezahlter Hilfsarbeiten zu alt sein sollte, Sie können das Tempo z.B.

00:41:29: an der Kasse eines Supermarktes nicht mehr halten... Was dann?

00:41:34: Sind genau die Fragen, die in den Märchen auftauchen finde ich.

00:41:37: Also von daher ist Dann doch die Frage, wie weit unser selbsterklärter Sozialstaat dann wirklich ein Sozialstaats in manchen Fällen auch ist.

00:41:46: Ich meine wir haben viele Errungenschaften, die die Gewerkschafterinnen und Gewerksamater gelässtet haben mit ja vierzig Stunden Woche und dreißig ...

00:41:56: Nee aber bald bitte wieder drei Stunden.

00:41:57: Ja natürlich!

00:42:01: Teilen zumindest wieder in eine rückläufige Richtung zu gehen.

00:42:04: Also wir müssen mehr arbeiten, damit wir unseren Wohlstand haha nicht gefährden.

00:42:09: und wie wohl ständig wir dann alle sind in der breiten Masse sein Mal dahingestellt?

00:42:14: Ja und weniger Sozialstaat wird ja auch permanent gefordert.

00:42:18: also ich meine wenn das noch runtergeschraubt wird...

00:42:21: Aber was doch absurd ist, dass wir uns das Märchen jetzt angucken und wenn wir das interpretieren und ich glaube Man muss ja nicht mal so tief da reingehen, wie Drehbar man das jetzt gemacht hat.

00:42:31: Aber dass dann natürlich auch eine Sozialkritik drinsteckt, erkennt einen Fünftlässer.

00:42:37: Wenn wir aber das doch erkennen und wahrscheinlich nach unseren moralischen Empfindungen.

00:42:41: größtenteils würde ich die These aufstellen als falsch beurteilen.

00:42:46: Dann fragt man sich halt schon, wie weit haben wir anders herum?

00:42:49: Aber dieses kapitalistische System, diesen Wert von Geld verinnerlicht, dass uns das trotzdem nicht auf die Palme bringt Weil eigentlich, es ist falsch mehr Menschen so zu bemessen.

00:43:02: Dass du eine Grundlage in einer Gesellschaft brauchst?

00:43:04: Das ist noch mal die andere Debatte!

00:43:06: Aber dieses Beurteilen und Entmenschlichen vom Menschsein, dieses Ignorieren von man wird älter, man wird krank... Man isst eben keine Maschine, muss eine gewisse Form von Menschlichkeit auch bewahren.

00:43:17: und Geld an sich kann vielleicht nicht immer nur der höchste Wert sein.

00:43:22: Also wir wissen dass das nicht okay ist aber wir machen's ja trotzdem

00:43:26: auch öffentlich oder halböffentlich auf die Seite der Schwächeren der Gesellschaft stellt, dann wirst du oft dir auch schon seltsam angeschaut.

00:43:33: Ja, die sind doch alle nur zu faul!

00:43:35: Die können doch

00:43:35: aber... Liebes

00:43:37: grünversiffter Sozialromantiker!

00:43:38: ...die wollen halt nur nicht.

00:43:40: und also natürlich, die sitzen noch den ganzen Tag nur auf dem Sofa und machen nichts gucken Hartz IV TV und lassen es sich wohlgehen von unseren Steuern geldern.

00:43:50: Wir bezahlen deren Luxus.

00:43:52: Und für die Fingernägel und Haare färben reicht's ja auch noch und Tattoos ne?

00:43:56: Und wer ist ein Luxus?

00:43:57: Wie wirklich bezahlen.

00:43:59: Das wird dann in dieser Debatte irgendwie nicht so, weil die haben sich das ja alle selbst erarbeitet

00:44:04: ne?

00:44:04: Naja also... ist ja noch gar nicht so lange her, dass Leute, die den Job verloren haben, dann so getan haben als ob sie weiterhin beschäftigt wären.

00:44:11: Dass wir damit der Akkentasche unter dem Arm oder wie auch immer zur gewohnten Zeit das Haus verlassen haben.

00:44:16: Irgendwohin gefahren sind da, wo Sie wahrscheinlich nicht von irgendwelchen Nachbarinnen oder Bekannten gesehen werden, den Tag verbracht haben und zurückgekehrt sind, damit die Schande der Arbeitslosigkeit nicht auf ihn lastet.

00:44:29: Ich hab das in eigener Erfahrung gesehen.

00:44:32: Mein Vater war eine zeitlang Arbeit ... und nicht aus eigenem Verschulden, weil er irgendwie eine Abmahnung bekommen hat, schlechte Arbeit geleistet hat.

00:44:39: Sondern weil damals im Zuge der Wirtschaftskrise eine Firma da abgestoßen wurde und eher unter denjenigen waren die entlassen worden sind Und ich meine dafür dass mein Vater fast fünfzig Jahre gearbeitet hat also erschreckend wenig Rente bekommt und er hätte immer eingezahlt.

00:44:55: Also das ist schon wirklich traurig Grund, wo ich sagte, boh nee das möchtest du nicht so erleben irgendwie.

00:45:02: Und das hat auch mein Verhältnis zur Arbeit sehr geprägt weil ich gesehen habe selbst für eine Bürogebietsprache entschuldigen Arsch aufreist und über fünf Jahrzehnte fasst heißt das nicht dass es dir am Ende gut geht.

00:45:13: Das ist ja glaube ich auch dieser... ohne zu sehen dieses Generationending oder so abzudriften.

00:45:18: Aber das spielt ja auch ein bisschen damit rein, weil wir jetzt gerade mit dieser viel geschultenen Gensie eine Generation haben die auf den Arbeitsmarkt dringt, die das alles ein bisschen durcheinander würfelt was ich sehr gut pinne persönlich und... Work-Life

00:45:31: Balance hier also!

00:45:33: Und ich muss sagen, ich weiß nicht wie das bei euch war aber ... Ich glaube, das ist schon auch so ein Ding in unserer Generation.

00:45:39: Auch weil wir natürlich ... die Welt war nicht in Ordnung und Gottes Willen.

00:45:44: Aber wenn du das Glück hattest, behütet aufzuwachsen, war die Welt ganz schön!

00:45:47: Und mir wurde immer erzählt, ja, wenn du einen guten Job machst oder viel lernst und fleißig bist, dann kannst du alles machen und dir alles leisten.

00:45:56: Jetzt stehst du da wie viele Millennials und denkst, nee, Eigenheim ist nicht drin?

00:46:01: Das ist nicht

00:46:03: drinnen?!

00:46:04: Da merkst du schon langsam diese Lüge, die da auch manchmal hintersteckt.

00:46:09: Wo du denkst wir haben Praktika umsonst gemacht.

00:46:12: Also umsonsten!

00:46:13: Unbezahlte Praktiker und weiß eigentlich was man das heißt immer.

00:46:16: Nein, du musst erst mal Networking und ein Fuß in der Tür haben.

00:46:20: Ja ja, sind keine Herren hier.

00:46:22: Und das war bei uns schon noch so wo du dann eben auch im Laufe der Arbeitswelt gemerkt hast... Nee, das kann es doch nicht sein.

00:46:30: Die, die nach uns jetzt kommen Die haben schon, das merke ich auch im Job tatsächlich.

00:46:34: Wenn ich mit Jüngeren zusammen arbeite, die haben eine andere Selbstverständlichkeit von vielen Dingen und ein anderes von wegen ... Nee, das mach' ich nicht!

00:46:41: Und das finde ich total gut, weil wir natürlich oft noch erst mal lernen mussten, nein zu sagen.

00:46:49: Ich find es auch völlig in Ordnung, wenn mittlerweile in einem Bewerbungsgespräch gefragt wird ob die Weihnachtsweiher Pflicht ist?

00:46:54: Ja absolut, natürlich... Es ist auch absolut zu sagen, ich möchte gewisse Jobs nicht machen weil ich da gerade mal am Mindestlohn kratze und gewisse Dinge einfach nicht in der Verhältnismäßigkeit stehen.

00:47:05: Ich finde grundsätzlich hat das erstmal auch nichts mit Faulheit zu tun sondern einfach dass hinter Fragen von bestehenden Strukturen die sich ja in unserer heutigen digitalisierten Welt eigentlich auch nicht mehr eins zu eins aufrecht erhalten lassen würden, wenn man es mal konsequent zu Ende denken würde.

00:47:21: Wenn die KI dann ganz viele Bereiche auch übernommen hat?

00:47:23: Was ist denn mit den Leuten?

00:47:25: Was sollen sie

00:47:25: machen?

00:47:26: Ja das geht ja sowieso noch weiter!

00:47:27: Wenn die KI erstmal durch schlägt wer schöpft denn dann wert?

00:47:31: an wen geht das Geld?

00:47:32: was machen wir dann?

00:47:33: also?

00:47:33: da hängen ja ganz ganz viele Fragen dran.

00:47:36: aber ich sage grundsätzlich hätten wir ja jetzt schon und in anderen Ländern passiert dass ja guckt man nach finland oder so was wo vier tagewoche im besprächs usw..

00:47:46: Den gibt's doch schon meine

00:47:47: ich.

00:47:47: Sie glaube ich schon genau, ne?

00:47:48: Und da sind ganz ganz viele Dinge die ja passieren.

00:47:51: Die wissenschaftlich auch belegt sind dass sie besser im Sinne der Menschlichkeit sind und damit glücklicher

00:47:57: bist.

00:47:57: auch richtig

00:47:58: und das kommt letztendlich an der ganzen Gesellschaft zu buchen und dass wir da so rückschrittig sind und so gefangen in diesen Falschen Light-Bild irgendwie.

00:48:08: Aber ich glaub, das hat damit zu tun ... Weil man halt einfach dieses Bild hat.

00:48:12: Man ist nur fleißig, wenn man im Büro sitzt.

00:48:15: Wenn

00:48:15: man da

00:48:16: wirklich

00:48:18: zehn ... Hör auf!

00:48:20: Wenn man dann möglichst zehn Stunden sitzt, der am längsten sitzt, das ist auch der Fleißigste.

00:48:25: Das sind irgendwie Bilder, die noch da sind.

00:48:28: die aber völlig überholt sind und es ist ja auch einfach nicht notwendig, weil ich mein... Und die

00:48:33: damals glaube ich schon nicht wahr waren so in der Gesamtheit zumindest.

00:48:37: Das kann partiell mal durchaus eingetreten sein dass du dir damit fleiß was er arbeiten konntest.

00:48:42: Nee und auch so die gesellschaftlichen Strukturen haben sich verändert.

00:48:45: Es ist halt nicht mehr so, dass der Mann acht Stunden arbeitet... ...und die Frau macht dann einen schönen Haushalt fertig.

00:48:51: Früher war das noch bei uns also ich bin so aufgewachsen.

00:48:54: Das gehört meines Vaters hat gereicht um Frauen drei Kinder zu ernähren.

00:48:59: Ja ja aber ich mein grundsätzlich ist es halt einfach zu lange.

00:49:04: Es sind zu lange Sitzen, es ist zu lange was auch immer.

00:49:08: Und der Punkt ist wenn wir daran festhalten und die Welt sich aber weiterdreht Wir können uns ja nicht mit verändern.

00:49:13: Und das ist ja früher oder später schadet uns das einfach und deswegen finde ich diese hysterische Debatte da drum auch immer, wie gesagt, Fleiß- und Faulheit und Weislinge.

00:49:23: Ich find' es gar nicht, dass worum's vordergründig geht sondern wirklich was wollen wir als Menschen denn?

00:49:28: Wo können wir uns hin entwickeln um vielleicht auch vielen Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen als jetzt?

00:49:35: Ganz ehrlich in manchen Branchen und generell auch der Arbeitsmarkt das Gesinde.

00:49:42: Natürlich ist es im direkten Vergleich besser, aber das Grundprinzip dahinter hat sich zum Teil nicht geändert.

00:49:47: Ich muss gerade an die ganzen Paketlieferrand innen denken, die das Beladen nicht als Arbeitszeit zählen dürfen und dann von A nach B hetzen und dann werden sie noch angekackt wenn da irgendwie mal was nicht so schnell... Also ich möchte den Job nicht machen, das ist gar nicht für dieses Gehalt.

00:50:04: Und diesen Stress und alles.

00:50:05: Natürlich!

00:50:05: Ich denke an Friseur, im Einzelhandel usw.. Gastronomie?

00:50:09: Ja

00:50:10: ganz oft und ich glaube selbst wir die ja recht das Glück haben recht privilegierte Jobs machen zu dürfen denken sich auch manchmal ja hör mal also bin ich jetzt hier Sklave oder was?

00:50:21: Ja, du kannst dich auch mit keinem mehr unterhalten.

00:50:23: Es sagt doch jeder da ist unterbesetzt der Bereich ist unter besetzt hier arbeiten wir am limit aber wir müssen noch mehr

00:50:31: arbeiten.

00:50:32: es ist natürlich eine riesen Debatte.

00:50:34: wieder drin steckt und sind jetzt ein paar Aspekte, auf die wir uns gestürzt haben.

00:50:38: Weil wie ihr hört, sie triggern uns vielleicht auch ein bisschen?

00:50:41: Definitiv!

00:50:41: Das ist natürlich längst nicht vollständig.

00:50:44: da gibt es noch ganz viele andere Aspechte mit Sicherheit auch einige Gegenargumente zu den Dingen, die wir gesagt haben.

00:50:50: Wie gesagt das hat ja alles niemals einen Anspruch auf all Gemeingültigkeit.

00:50:53: was wir daraus aber ableiten können ist Geld erlangen wir jetzt im Grundprinzip unserer Gesellschaft nur durch Arbeit.

00:51:02: Arbeit hat einen Wert und Arbeit misst uns als Menschen eingewissen wer zu.

00:51:07: Und vielleicht sollten wir jetzt einfach mal noch ein bisschen genauer angucken, was es mit dem Geld so auf sich hat.

00:51:13: Jenny Ja Ich habe mir heute passend zum Thema die Frage gestellt Was ist Geld?

00:51:23: Jenny hat eine Frage

00:51:30: ja und genau Was ist Geld?

00:51:33: Und bevor ich jetzt wirklich hier ... Wir haben uns ja schon aufgeregt und über Kapitalismus geschimpft.

00:51:39: Bevor wir jetzt richtig in das Thema hier einsteigen, mit irgendwelchen Fakten habe ich gedacht, um das einfach mal so ein bisschen aufzulockern... Und

00:51:48: emotional

00:51:49: runterzubringen!

00:51:49: Ich merke dass das wirklich wichtig ist.

00:51:53: Also irgendwie schlau, dass ich das gemacht hab.

00:51:55: Wow Jenny!

00:51:59: Habe ich mir ein kleines Geld Fun Fact Quiz überlegt.

00:52:03: Ich kann dir schon mal sagen, was Geld nicht macht?

00:52:06: Es stinkt nicht!

00:52:07: Pekunia nun OLED so das wussten schon die alten Römer.

00:52:12: Sehr beeindruckend.

00:52:13: okay gut meine erste Frage an euch Wie viele Geldautomaten gibt es in der Antarktes?

00:52:22: In der Ant... Warte mal ist das jetzt Nord- oder Süd?

00:52:26: ne Gut, dass wir Abitur haben.

00:52:32: Wenn du so fragst, gibt's da bestimmt mindestens

00:52:33: einen?

00:52:34: Ja zwei!

00:52:36: Genau!

00:52:39: Also das Leben.

00:52:40: zwar keine Mensch dort aber es gibt zwei Geldautomaten.

00:52:42: Moment!

00:52:42: Hä

00:52:43: für wen ist das denn dann... Für die

00:52:45: Pinguine?

00:52:46: Ich glaube sie leben dabei Geld ab.

00:52:47: ich muss eine Frage noch stellen.

00:52:49: wenn mir jetzt die frage richtig beantworten bekommen wir dann Geld?

00:52:53: Uuuh!

00:52:53: Hast

00:52:54: du einfach Zähnstücke dabei?

00:52:55: Also Zähndstücke, ich will hier Scheine haben.

00:52:59: Pa-ra-pa-ra.

00:53:00: Nicht nachher was zu essen, ihr werdet mit Naturale...

00:53:03: Ah okay wie das Hofgezahne.

00:53:05: Okay, Freudalwirtschaft

00:53:07: ja.

00:53:08: Ich habe aber Fleisch und Gemüse gespart.

00:53:12: Es gibt also Brühe.

00:53:14: Besser als gehandelt.

00:53:15: Wir sind schon am Drangriff.

00:53:18: Die zwei Geldautomaten stehen geschützt in einem Container, in der McMurdo Forschungsstation.

00:53:25: Und die Station besteht aus eighty-fünf Gebäuden darunter, Läden und Restaurants.

00:53:29: Damit die Bewohner oder Forscher, die dort sich aufhalten, freie Wahl haben, womit sie bezahlen möchten ... wird auch dort grundsätzlich Bargeld hingeschafft.

00:53:39: was für ein Aufwand.

00:53:40: Aber welche Währung denn auch?

00:53:41: Also ist ja ... Ich würde dir einfach alles digital machen!

00:53:45: Okay.

00:53:49: So, wunderbar!

00:53:50: Herzlichen Glückwunsch.

00:53:51: Nächste Frage.

00:53:52: Woher

00:53:52: stammt das Wort Bank?

00:53:55: Das kommt von italienisch Banker und die saßen irgendwie vor dem Haus des Geldleiers oder so ähnlich.

00:54:00: war das glaube ich ne?

00:54:02: Ja genau so ähnlich.

00:54:03: Schon zweifeln für den Christian.

00:54:07: Und zwar geht es zurück auf den Al... Italienischen Begriff Banco, also

00:54:12: ein Tisch.

00:54:14: Und dieser Tisch dort wurden früher die Geldgeschäfte auf Märkten abgewickelt.

00:54:20: Genau und aus diesem Rechentisch wurde im Laufe der Zeit die Bezeichnung für einen Kreditinstitut.

00:54:26: Aus dem italienischen Stamm noch viele andere Begriffe der Finanzwelt wie zum Beispiel Konto, Saldo oder das Girokonto von Girare drehen für Geld in Umlauf bringen.

00:54:37: Genau und der Grund dafür war, dass das moderne europäische Bankwesen im späten Mittelalter in Italien entstand.

00:54:43: Und da wurde auch gleiche doppelte Buchführung erfunden, ne?

00:54:49: Genau mit einem Angebot!

00:54:50: Dass er nicht ablehnen

00:54:51: kann...

00:54:55: Ja aus welchen Material bestehen Banknoten?

00:55:00: Papier?

00:55:01: Also ich weiß als wir in Rumänien waren das Geld hat sich durchaus anders angefühlt.

00:55:05: so ein bisschen Plastikhafter.

00:55:09: Ja, also Banknoten bestehen aus Baumwolle.

00:55:13: Ach so!

00:55:15: Fünfundseptzig Prozent Baumwollo und fünfundzwanzig Prozent Leinen US-Dollar Und Plastikgeld gibt es in Ländern wie zum Beispiel Australien oder Kanada.

00:55:27: Da ist das nämlich aus Kunststoff.

00:55:30: Ja kann man nach dem Kuchsen dann noch leichter Sauern machen.

00:55:33: Genau kannst du besser abwischen Oder in die Spielmaschine

00:55:36: knallen.

00:55:38: Ja, wenn du es mitwäschst dann ist das glaube ich besser.

00:55:41: Also bei neunzig Grad

00:55:42: vielleicht machen wir ja... Welches berühmte deutsche Gebäude befindet sich auf welchem Euro-Schein?

00:55:49: Oh herrauf!

00:55:51: Äh.. Ich dachte das sind erfundene Gebäuden.

00:55:54: Genau,

00:55:54: keins.

00:55:56: Schon drei Szenen!

00:55:58: Ja, ich rate... Eigentlich wüsste ich, dass alles möchte.

00:56:02: Ich bin dumm und weiß das alles.

00:56:03: Wenn ich nicht dafür bezahlt

00:56:05: werde ... Der

00:56:08: soll

00:56:09: dir das denn glauben?

00:56:12: Genau!

00:56:12: Du musst auch zum Brutto-Sozialprodukt hier das Märchenpot beitragen.

00:56:17: Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt.

00:56:21: Genau es ist fiktiv und repräsentiert Baustile wie ... aus der Romanik oder Gotik.

00:56:28: Die Vorderseiten zeigen Fenster und Tore, die den europäischen Geist der Offenheit symbolisieren.

00:56:34: Hört, hört!

00:56:34: Die Brücken auf den Rückseiten stehen für die Verständigung zwischen Menschen in Europa.

00:56:40: Das

00:56:41: sieht man wie lange der Euro schon da ist, dass wir das alle schon wieder vergessen haben?

00:56:46: Ich erinnere mich noch gerade an die ganz alten Demarscheine, also die noch vor der Wendezeit waren...

00:56:54: Die

00:56:55: haben wir gerade

00:56:56: noch so kennengelernt.

00:56:57: Da kann ich mich nicht mehr dran

00:56:58: erinnern?

00:56:58: Nein, auch nicht mehr so richtig!

00:57:00: Aber es kommen noch neue Motive.

00:57:02: Dieses Jahr, zwanzig sechsundzwanzig wird die EZB-Neue Motive in den Umlauf bringen.

00:57:08: Schauen wir mal.

00:57:09: So letzte Frage liebe Leute.

00:57:11: Alles oder nicht?

00:57:12: Reiß dich zusammen.

00:57:14: Warum haben Münzenrillen am Rand?

00:57:18: Sind sie dann fälschungssicherer?

00:57:20: Ja das ist schon

00:57:21: gut.

00:57:22: Okay also einen Cent habe ich

00:57:23: auch Es gibt doch gar kein Geld.

00:57:26: Aber dann viel!

00:57:29: Ja, früher waren Gelbmünzen genauso viele Werte wie das Metall aus dem sie hergestellt wurden und die Rillen am Rand wurden eingeprägt damit sich niemand unbemerkt Gold oder Silber von den Münzen abfallen konnte.

00:57:42: Falls es dann ja gerade geworden wäre und dann wär's auch gefallen?

00:57:46: Genau Und die heutigen Münzen bestehen aus weniger wertvoller Metallen.

00:57:50: klar Und dennoch haben auch eure Unzentmünzen diese unterschiedlichen Ränder.

00:57:56: Und die Rillen auf den Münz-Rändern sind heute ein zusätzliches Unterscheidungsmerkmal und helfen Menschen zum Beispiel mit Sehbehinderungen, die verschiedenen Münzen auch ertasten zu können.

00:58:06: Und zudem können Automaten durch die Rille die Münzen leichter

00:58:09: erkennen.

00:58:11: So!

00:58:12: Habt ihr gut gemacht?

00:58:14: Ja der grüßt ja man.

00:58:16: Danke!

00:58:16: Ihr macht euch mal alles ohne Geld.

00:58:18: Stimmt, ich bin für dich zu haben.

00:58:21: Jetzt haben wir ein bisschen gelacht und jetzt können wir wieder ins Eingemachte gehen.

00:58:26: Also allgemein ist Geld in einer Gesellschaft das anerkannte Tausch-und Zahlungsmittel.

00:58:33: Das Watch dammt vom althochdeutschen Geld

00:58:36: mit

00:58:36: Tee Das so viel bedeutet wie Endgeld.

00:58:40: sind es Lohn-, Opfer?

00:58:42: Ja, Opfer ist schon ein Opfer dass man da bringen muss Einkommen wert oder Geltin und erstmals im Jahre siebenhundertneunzig auftauchte.

00:58:52: Das Streben nach Geld-und-Reichtum ist eine der Haupttriebfedern menschlichen

00:58:56: Handelns.".

00:58:57: Ja, warum gehen

00:58:58: wir arbeiten?

00:58:59: Wir essen eigentlich wichtiger.

00:59:00: aber gut das...

00:59:01: Hast du ja ohne Geld auch nicht hier

00:59:03: das

00:59:04: Bedingtssich!

00:59:05: Und schöne Kleidung und so Bücher.

00:59:08: Ja das bedingt

00:59:09: sich auch.

00:59:10: Aufgrund des Entstehen von Wirtschaftsbeziehungen löste das Geld das Tauschgeschäft als Zahlungsmittel ab.

00:59:17: Es war natürlich wesentlich praktischer, weil es nicht verderblich war und jeder konnte mit jedem tauschen.

00:59:22: Hier in Hessler in der Gemeinde gibt's noch Tauschhandel!

00:59:26: Ich hab selbstgemachte Schlähenmarmelade gegen Zitronen-Geli und Aprikosen-Marmeladen getauscht.

00:59:33: Das ist hier wirklich wie früher auf dem

00:59:35: Land.

00:59:36: Also deine Währung ist Schlähnmarmela?

00:59:38: Ja

00:59:38: genau!

00:59:42: Geld ist als Legitimation... zum Empfang von Gegenleistungen aufgrund vorangegangenen Vorleistungen vorhanden.

00:59:50: Was ist denn dein Rest, Jenny?

00:59:51: Oh, der Frick!

00:59:55: Jetzt wird wieder leisch... zu hoch für dich.

01:00:01: Gott sei Dank.

01:00:03: Obwohl, Moment.

01:00:04: Soll ich euch alleine lassen?

01:00:08: Nein.

01:00:09: Bitte nicht.

01:00:12: Ich komme jetzt ganz schnell hier wieder zurück.

01:00:13: im Moment durch Schifffahrt und Straßenbau

01:00:15: entstanden

01:00:17: Ein weltweiter Fernhandel, der den Siegeszug des Münzgeldes begründete.

01:00:22: In handliche Stücke geprägt.

01:00:23: das Edelmetall ließ sich optimal lagern, transportieren und galt überall als

01:00:28: wertvoll.".

01:00:29: Ja nicht so wie bei den Engländern, weil ein Pfund selber war.

01:00:31: damals wirklich ein Pfunselber ist auch halt schwer ne?

01:00:36: Ja klar!

01:00:37: Das schläfst du dich tot!

01:00:40: Bereits um sechshundert vor Christus wurde in Kleinasien die frühsten, heute bekannten Münzen aus Edelmetall hergestellt.

01:00:47: Ursprüngliche Naturalabgaben, v.a.

01:00:50: Getreide aber auch andere Formen des sogenannten Warenhandels z.B.

01:00:54: Schlenemammellade wurden im Laufe der Zeit standardisiert das heißt mit Edelmeteilen wie zum Beispiel mit Silber gewichtet.

01:01:02: Also man müsste dann quasi deine Schlänenmarmeladen in Silber aufwichten.

01:01:06: Eins zu eins, die ist so

01:01:08: gut!

01:01:11: Damit einhergehend wurden diese Metalle direkt als Abgaben erhoben mussten aber noch umständlich gewogen und gegebenenfalls geteilt werden.

01:01:20: Musst du das so durchsehen?

01:01:23: Bisschen umständig

01:01:24: oder wie bei einer Tablette mit einem Spalt zum Durchbrechen

01:01:30: Um die Abgahmeintreibung und Zahlungen zu erleichtern, kam es schließlich zur Münzprägung.

01:01:35: Wobei jedoch jeder Stadtstaat einen eigenen Münzfuß also einen bestimmten Edelmetallgehalt zu einem bestimmten Nennenwert festlegte um die Gültigkeit des eigenen Herrschaftsbereichs herauszustellen.

01:01:48: Also megaumständlich!

01:01:51: Innerhalb des jeweiligen Währungsraums dient die entsprechende Währung als gesetzliches Zahlungsmittel.

01:01:57: Das heißt, Abgaben und private Schulen können damit beglichen

01:02:00: werden.".

01:02:12: War Gelsenkirchen ja keine Stadtfarbe, ist das bis zu neunzehnundzwanzig, meine ich.

01:02:16: Wir haben hundertfünfzig Jahre jetzt gefeiert und sind aber in der Zwanzig-Gesandstadt.

01:02:21: Auf jeden Fall noch nicht so lange Stadtrechte hatte, war das dann mit dem eigenen Münzprigen auch schon wieder vorbei?

01:02:26: Deswegen gibt es leider keine Gelsenkirchener Groschen.

01:02:29: Schade!

01:02:30: Ja irgendwie schon, das stimmt.

01:02:32: Dadurch diente das Geld nicht nur als konkretes Zahlungsmittel sondern auch als abstrakter Wertmaßstab und Recheneinheit Und damit eng verbunden war die Entwicklung der Buchhaltung über Transaktionen und Lagerbestände zuerst in Mesopotamien und Ägypten, woraus sich wiederum Mathematik- und Schrift entwickelten.

01:02:50: Also irgendwie hat sich alles aus der Kohle entwickelt, ne?

01:02:53: Auf Kohle geboren!

01:02:57: Geht immer um das eine.

01:02:59: So wurden bereits seit der antike Forderungen aus Krediten in Form von sogenannten Buchgeld dokumentiert und zur Zahlung verwendet, was durch Geldwechseler und frühe Banken ab dem dreizehn Jahrhundert in Europa zur doppelten Buchführung weiterentwickelt wurde.

01:03:14: Ja im neunzehn-Jahrhundert entwickelte sich in Deutschland das Papiergeld und zu dieser Zeit entstand das erste globale Finanzsystem dessen Kern der Goldautomatismus war.

01:03:24: Die nationalen Währungen lösten sich in den dreißiger Jahren jedoch vom Goldstandard als Reaktion auf die Deflation der Weltwirtschaftskrise.

01:03:32: Und jetzt haben wir schon das Elektrogeld, EC-Karte, Kreditkarten,

01:03:37: Kryptowährungen...

01:03:39: Also ist schon irgendwie krass was sich da so getan hat ne?

01:03:42: Ja Geld an sich ist moralisch

01:03:44: neutral!

01:03:45: Erst die Art und Weise seines Gebrauchs und seines Erwerbs geben Aufschluss auf den Charakter einer Person.

01:03:51: Sind wir natürlich auch schnell bei unserem letzten Thema Neid.

01:03:55: Es führt ja auch, je mehr man hat kann natürlich auch Neider befeuern und Geld wird von Tauschmittel zu einem Mittel der Macht.

01:04:03: in Mythen

01:04:04: und Märchen spielt auch das Geld eine Rolle.

01:04:06: Die Antike sage, dass der kleinasiatische König Midas sich von den Göttern gewünscht habe.

01:04:12: Alles was er berühre solle zu Gold werden und er deshalb zu verhungern und zur verdursten Drohte ist wahrscheinlich ein Echo der Tatsache das Münzgeld historisch zuerst in Lydien geprägt worden ist.

01:04:24: In Träumen und Märchen kann Geld die Bedeutung von Reichtum und Macht wie auch von Lebensenergie haben aber auch moralisch verwerflich sein.

01:04:32: Ja, damit kann also Geld nicht nur Zahlungsmittel sondern auch ein Mittel der Erlösung sein.

01:04:36: Zum Beispiel muss der Tote so lange büßen bis das Unrecht angeeignete Geld den Geschädigten zurückgezahlt wurde.

01:04:43: Also da gibt es ja auch Geschichten.

01:04:44: Ja, Geld ist aber als Mittel der Strafe weniger ein Märchenmotiv, sondern eher einen Sagenmotiv.

01:04:51: Ein wichtiges Unterthema habe ich dabei immer wieder gefunden ist Gold.

01:04:55: und ich dachte mir Mensch... Könnten wir eigentlich auch mal zu einem Thema machen?

01:04:59: Gold im Märchen.

01:05:00: Kommt auf die Liste!

01:05:02: Ja, gold ist eines der ältesten.

01:05:04: deswegen möchte ich das jetzt hier auch nicht so ausführlich machen weil na das brauchen wir für unser gold Thema.

01:05:09: aber gold ist ein des der ältersten von Menschen genutzten Metalle und hat bis heute nichts von seiner faszinierenden Wirkung.

01:05:15: verloren ist immer noch Zahlungsmittel und der goldpreis ist ja auch sehr hoch.

01:05:21: Und wir haben hier unsere goldelse Goldlöckchen, Jenny.

01:05:26: Ich

01:05:27: bin die Goldmacherin!

01:05:30: Mir war mein Bezug zum Gold noch nicht so klar, aber recht schlummert irgendwo noch mein Brust auf jeden

01:05:36: Fall.

01:05:36: Ich dachte Drachen haben immer einen Schatz den sie bewachen beim Mädchen.

01:05:40: Hatte jemand den Gold zu

01:05:42: haben?

01:05:43: Nicht mal

01:05:44: das.

01:05:44: Ich glaube, so weit ich mich zugerinnere hatte, dass bei uns auch keiner...

01:05:49: Ja, wo du sagst Gold wäre mal ein Thema mit Ausblick was an die heutige Folge anknüpfen könnte.

01:05:55: Wir knüpfen ja mit dem Thema Geld im Märchen auch eine Folge an, die wir schonmal hatten und wie ich festgestellt habe älter als ich dachte es ist nämlich Folge drei und dreißig wenn nicht einmal reich wär Unsere Folge zu einem klassischen und weit verbreiteten Gegensatz im Märchen.

01:06:15: Arm und Reich, der spielt natürlich auch hier zum Thema Geld eine Rolle.

01:06:19: Und natürlich sehr markant bei den Bremer Stadtmusikanten!

01:06:22: Ich muss es mal so nebenbei sagen ich finde das schon ganz cool in so alte Folgen von uns reinzuhören denn ich finde

01:06:28: man hört

01:06:28: schon dass wir ein bisschen routinierter geworden sind und ein bisschen besser.

01:06:33: und am krassesten finde ich fällt das gar nicht so in der Folge selbst auf sondern immer beim Intro.

01:06:38: Da hört man schon sehr deutlich, dass die Folgen älter sind.

01:06:41: Weil das Intro manchmal schon ein bisschen schnarchig

01:06:44: klingt.

01:06:45: Muss ich schon mal sagen... Und ein bisschen Märchen-Zauber im Alltag

01:06:47: gefahren.

01:06:48: Genau!

01:06:50: Es ist heute doch ein bisschen lebendig.

01:06:51: Aber das kann man auch am besten vergleichen, weil es immer der gleiche Text

01:06:54: ist.

01:06:55: Ja und dann hört das wir da irgendwie lockerer und ein bisschen dynamischer sind.

01:06:58: Das aber nur am Rande.

01:07:00: Kleiner Recap jetzt zum Thema Arm und Reich.

01:07:03: Was wir damals gesagt haben, ist ja das Arm und Reich keine Eigenschaften sind.

01:07:07: Sondern dass sich da komplexe gesellschaftliche Prozesse hinter verbergen.

01:07:10: Armut meint nicht nur den Mangel an Geld, es meint auch den Mangle an sozialer Teilhabe, an Bildung am Gesundheitssystem usw.

01:07:16: Und Armut im Geiste gibt's ja auch.

01:07:18: Man sieht's

01:07:20: leider auch

01:07:20: sehr verbreitet hier.

01:07:22: Diese

01:07:23: Komplexität, die dahintersteckt, brechen mehr hin aber natürlich herunter... Aber es hat durchaus schon eine symbolische Bedeutung.

01:07:30: Armut als Prüfung, Vergänglichkeit von Reichtum als Vergänglichkeit vom Glück das Streben nach Reichtumm und das Strebe nach Glück.

01:07:36: Und Reichtums und Armut dienen vor allem auch dazu Charaktereigenschaften zu skizzieren.

01:07:40: Wer reich ist, ist meist im Märchen kein so guter Mensch.

01:07:43: Wer arm ist, zeigen die Bremer Stadtmusikanten ja auch!

01:07:46: Und wer diese Lebensprüfungen Armut bestanden hat wird mit Reichtoum belohnt weil er seinen charakterlichen Reichtom unter Beweis gestellt hat.

01:07:54: In diesem Gegensatz von Armut-Reich liegt dann wieder Wer zu Beginn der Geschichte reich ist, aus einer armen Wurst.

01:08:01: Weil er menschlich arm ist und durch Charakterstärke überwindet, stellt sein wahren Wert, passt gut zum Thema Geld als Mensch unter Beis und erlangt Wohlstand.

01:08:11: In uns befriedigt das natürlich ein bisschen das Gefühl von ... Ja, er hat es halt verdient!

01:08:15: Ausnahme ist Hans im Glück ne?

01:08:17: Der startet reich mit dem Rollklumpen und hat meine Nichts, aber dann viel glücklicher als erst anfangs gewesen.

01:08:22: Richtig.

01:08:22: Das betont ja umso mehr die Bedeutung innerer Zufriedenheit von innerer Stärke, innerem Reichtum.

01:08:29: Und gerade wenn es um das Thema Geld geht, geraten wir schnell in eine Night-Debatte.

01:08:33: Wenn es aber läuft wie im Märchen und diese einfache Gleichung von guter Mensch gleich reich, schlechter Mensch gleich arm aufgeht, spielt das natürlich unserem Gerechtigkeit seinen Indikaten.

01:08:43: Wie bei den Bremer Stadtmusikanten gilt, Arm und Reich im Märchens ist eine Quintessenz entkoppelt vom Geldmehren auch.

01:08:50: Hier nehm ich mal ein Zitat von Christian aus unserer Folge thirty-three.

01:08:54: Du hast den weißen Satz geprägt.

01:08:58: Passt auf, charakterliche Reichtum

01:09:01: ist unbezahlbar.

01:09:03: Das habe ich gesagt!

01:09:04: Wie klug ich bin?

01:09:06: Oh, das war meine Ausgabe.

01:09:08: Man sollte einen Tischkartnerne mit meinen besten Sprüchen

01:09:11: rufen

01:09:12: und dann verkaufen wir ihn.

01:09:13: Und dann sind wir reich.

01:09:15: Halleluja!

01:09:16: Und ihr da draußen kauft ihn bitte.

01:09:20: Dafür müsst ihr nur Folgenzifonnummer anrufen.

01:09:22: Null an zwei, null neun...

01:09:25: Nur einfünfzig die Minute.

01:09:29: Jenny, jetzt ist sie da ekelig.

01:09:32: Ja, immer darf ich auch!

01:09:36: Also hat mir fest, Arm und Reich hat eben eine sehr starke symbolische Bedeutung.

01:09:40: Greift natürlich auch diese Grundfunktion von der Gegenüberstellung vom Gegensetzen.

01:09:44: die Märchennummer hat auf Und es stellt vor allem den charakterlichen Reichtum in den Vordergrund.

01:09:50: Der ist nämlich mit Geld nicht aufzwingen.

01:09:52: Auch da ist Hans ja dann Hands ja dann ein schönes Feinspiel Ja.

01:09:56: umso trauriger eigentlich dass wir immer schon darüber reden das das in der Realität aber leider so gar nicht gilt.

01:10:02: wie auch immer Wir haben uns gefragt Geht Geld im Märchen denn vielleicht doch noch etwas konkreter als von dieser symbolischen Ebene?

01:10:09: Denn ehrlich gesagt, das Märchen von den Bremer Stadtmusikern greift unsere Arme und Reichfolge sehr gut auf.

01:10:14: In dem Märchen finden sich viele der damals besprochenen Aspekte wieder einiges vertieft.

01:10:19: durch die stark historische Bezüge kommen neue Facetten hinzu.

01:10:22: aber ist es wirklich ein Märchen an das ihr zuerst beim Thema Geld denken würdet?

01:10:25: Christian sagt jetzt wahrscheinlich ja weil er hat's vorgeschlagen.

01:10:28: ich muss sagen Ich hatte da eine andere Assoziation und ich glaube

01:10:31: du auch Jenny Ja, also ich hätte direkt an Tischlein deckt dich gedacht.

01:10:36: Ich auch!

01:10:37: Wenn du sagst Geld im Hechen denk' ich auch direkt an Tischlein Deckdich.

01:10:40: Ich denke an Sternthaler.

01:10:42: Das wäre meine zweite Wahl gewesen ja.

01:10:45: Warum?

01:10:46: Weil da Geld natürlich haptisch irgendwie verfügbar ist.

01:10:49: ne der Goldesel Auch

01:10:50: auf dem Cover von Drehwermann

01:10:53: Kack das Geld aus.

01:10:54: Das wird im Laufe der heutigen Folge übrigens noch eine Rolle spielen um mal zu spoilern.

01:11:00: Und bei Sternthaler

01:11:01: fallen die... Thala vom Himmel.

01:11:03: Genau,

01:11:03: Thala von Himmel!

01:11:04: Also da ist Geld wirklich... Anwesend und

01:11:06: greifbar.

01:11:09: Und das ist eben bei den Bremer Stadtmusikanten nicht so, wir haben in diesem Märchen wie beim Thema Arm und Reiche im Märchen auch die Folge von Anwesenheit oder Abwesenhalt von Geld.

01:11:20: Im wirtschaftlichen Sinn definiert Geld ob wir arm- oder reich sind.

01:11:23: Wir haben gesehen dem Märchen kommt diese übertragende Bedeutung hinzu.

01:11:27: aber wenn wir es nehmen als was es ist Geld ist ein Zahlungsmittel Habe ich genug oder besser noch mehr als genug davon?

01:11:33: Es wird schließlich gesehen alles prima.

01:11:34: Vieles habe ich im Problem und jetzt gucken wir mal, ob wir Geld als Gegenstand im Märchen noch ein bisschen greifbarer kriegen!

01:11:42: Und ich bin sehr gespannt, welche

01:11:43: Märchen ihr ausgesucht habt.

01:11:44: Magst du anfangen Jenny?

01:11:46: Weil ich jetzt so viel geregelt

01:11:47: hab... Achso, ich dachte, weil du deinen schon so

01:11:49: angekündigt

01:11:50: hast.

01:11:51: Dass das so bombastisch ist und quasi als Kracher zum Schluss.

01:11:55: Seit

01:11:56: Wochen liegt uns in den Ohren wie toll ihr Märchen ist!

01:11:59: Ja

01:12:00: es kracht wirklich und ich möchte die miese Stimmung von vorhin einfach mit ein bisschen postpupaterem Humor aufmunter.

01:12:08: Das klingt ganz nach einem Geschmack.

01:12:11: Es

01:12:11: kriegt nach einem Haufen

01:12:12: Märchens.

01:12:14: Mach mal weiter Jenny... Es könnte sein, dass du da eine heiße Spur vorwärtsst.

01:12:26: Oh, das stieg!

01:12:28: Fühlen wir mal hollebolle Beuchleinanfälle gerade rein?

01:12:30: Ja... Okay

01:12:32: okay also Mainz ist schon ein bisschen lustig aber nur ein bisschen.

01:12:38: und zwar habe ich mir das Märchen ausgesucht.

01:12:40: Frau Glück und Herr Geld Und das ist ein Märchen Aus Italien, Spanien und Portugal

01:12:47: Ist ja ein interessanter Titel Weil man Geld und Glück, kapitalistische Welt hier eigentlich ziemlich gleich setzt.

01:12:55: Und das jetzt hier dieser doppelte Dualismus aufgemacht wird, Christian Dichter?

01:13:00: Wir hatten ja die Tage auch wieder ein Thema Geschlechtsdualität... ...und dann muss das eine halt an der Frau des anderen Manns sein damit beide zusammen

01:13:07: heiraten

01:13:08: und seine Allianz bilden.

01:13:09: Das

01:13:10: ist meine Vorstellung zumindest.

01:13:11: Jenny guckt etwas skeptisch!

01:13:13: Okay

01:13:13: ich bin gespannt.

01:13:15: Ja, genau.

01:13:16: Theoretisch schon ... Ich hab's genommen, weil ich das so interessant fand, dass das direkt personifiziert ist?

01:13:21: Mhm.

01:13:21: Die beiden Sachen?

01:13:23: Also Frau Glück und Herr Geld waren total crazy in love!

01:13:28: Frau Glück Und Herr Geld lebten miteinander und waren unzertrennlich.

01:13:33: Damit es nicht weiterhin da irgendwelche Lästereien von irgendwelchen Nachbarn gab, mussten sie dann natürlich auch letztendlich heiraten.

01:13:41: Und jetzt fragt ihr euch bestimmt, wie kann ich mir denn bitte Frau Glück und Herrn Geld eigentlich vorstellen?

01:13:47: Habt ihr eine Idee also wie die aussehen

01:13:52: könnten?

01:13:53: Ja bei Frau Glück muss sich an die Fortuner denken.

01:13:56: Die ist ja eigentlich doppelgesichtig und kahlköpfig und hat eine Locke auf der Stirn glaube ich.

01:14:02: ne?

01:14:03: So deep wäre das jetzt bei mir nicht!

01:14:05: Ich stelle mir vor als eine wohlgemährte Frau in einem grün Kleberkleid Vier Blättringen natürlich.

01:14:14: So ein Mütterchen halt,

01:14:15: ne?

01:14:15: Ja, so mit Pausbäckchen und Wangen die immer ganz zufrieden lächelt.

01:14:21: und sie trägt ein grünes Kleeblatt

01:14:22: Kleid.

01:14:23: Und Herr Geld

01:14:25: ist groß

01:14:25: und hager und trägt einen ganz schicken Anzug an den Zylindern ja Lachschuhe Ganz wichtig!

01:14:32: Und einen dicken Siegelring und hat eine G-Stocks mit Silberklauf

01:14:38: Also...

01:14:39: So ein bisschen wie der von Monopoly nur entschick.

01:14:43: Herr Geld war ein kleiner dicker Mann mit einem runden Kopf, also wie eine Münze halt aus piruanischem Gold.

01:14:50: Einem runden Bart.

01:14:51: alles ist rund bei ihm wegen der Münze?

01:14:54: aus mexikanischem Silber und runden Beinen aus segovianischem Kupfer.

01:14:59: Und Papierschuhe aus einer Fabrik in Madrid.

01:15:04: Warum ja, Papierschuh wegen Papiergeld verleicht?

01:15:07: Ja,

01:15:08: ja... Und dagegen war Frau Glück eine kapriziöse, hirnlose unbeständige und unverschämte eigensinnige Frau außerdem blind wie ein Maulwurf!

01:15:19: Okay, aber ich verstehe.

01:15:20: Weil Glück natürlich manchmal auch ein bisschen willkürlich ist und dann mal ist es da, mal ist das weg... Und vielleicht auch blind vergänglich?

01:15:28: Ja, und vielleicht auch für andere Sachen macht, vielleicht für das Unglück der Anderen

01:15:31: oder blind auch ist wie wenn sie trifft.

01:15:33: Das greift die mythologische Vorstellung wieder auf.

01:15:36: Also bei ... jetzt muss mich überlegen ...

01:15:52: Gut, kommen wir zur Handlung zurück.

01:15:54: Nach den Flitterwochen hing auch schon der Haussegen schief.

01:15:57: Die Frau wollte befehlen Der Mann sich nichts befählen lassen.

01:16:00: Tja

01:16:01: Wie immer Katastrophe perfekt.

01:16:03: Und da keiner nachgeben wollte, entschieden sie es mit einer Probe Um zu klären wer jetzt die Hosen an hat.

01:16:10: So wollten Sie einem armen jungen Mann eine bessere Lage verschaffen und dann sehen Wer es für ihn denn besser machen könnte.

01:16:17: Das war der Wettbewerb.

01:16:19: Herr Geld fing an und fragte den armen Burschen, ob er ihn nicht kenne.

01:16:23: Da dieser aber noch nie etwas besessen hatte schon gar kein Geld, hatte er sein Gesicht auch noch nie gesehen.

01:16:28: Dass ich auch voll die Billige anmache!

01:16:31: Ja und mit sechs hungrigen Kindern und keiner Arbeit war er wirklich in einer schlechten Lage.

01:16:36: Und da wollte Herr Geld ihm ja sowieso helfen und gab ihm eine Münze.

01:16:41: Der junge Mann war total erfreut und lief direkt zum Bäcker um Brot zu kaufen.

01:16:46: Er hatte aber einen Loch in seiner Tasche und verlor die Münze.

01:16:49: Tja!

01:16:50: Und sofort suchte er die Münzen, konnte sie nicht finden.

01:16:54: Nach dem Geld verlor er seine Zeit durchsuchen.

01:16:58: Dann falle er in die Geduld ... Zum Schluss verwünschte er sein Schicksal.

01:17:01: Frau Glück war ganz schön schadenfroh.

01:17:03: Die war gar nicht so nett.

01:17:05: Du bist Frau?

01:17:06: Und schüttet

01:17:07: sich aus vor Lachen.

01:17:08: Nächster Versuch.

01:17:09: Herr Geld gab dem jungen Mann eine schöne Goldmünze.

01:17:12: Der junge Mann freute sich wieder so sehr und machte sich direkt auf in den Kaufladen.

01:17:17: Dort beschuldigte der Kaufmann ihn, dass die Münze falsch wäre und wollte ihn anzeigen.

01:17:23: Verzweifelt lief der Mann zu Herrn Geld und erzählte ihm den Vorfall.

01:17:27: also startete Herr Geld einen letzten Versuch und gab ihm erneut eine Münze.

01:17:32: vor Freude sah der Mann nicht Die Räuber, die das Geld stahl und ihm eigentlich alles wegnahmen und ihn auch noch auszog.

01:17:39: Also sie Klamotten haben sie ihm auch noch geklaut und ihnen nackt

01:17:42: zurückließen.".

01:17:43: Und da hat sich gedacht Frau Glück.

01:17:45: Mensch mein Mann hat völlig versagt.

01:17:48: jetzt bin ich an der Reihe.

01:17:49: Sie postete ihn nur an und da sah er ja auch schon die verlorene Münze.

01:17:54: Auch seine Anziehsachen fand er einige Schritte weiter.

01:17:57: Als er zum Bäcker wollte und am Kaufladen vorbei ging, entschuldigte sich der Kaufmann, dass er ihm die Goldmünze zu Unrecht für falsch gehalten hätte.

01:18:07: Als Entschuldigung schenkte er ihn die gekauften Sachen und gab ihm auch noch die Münze zurück.

01:18:12: Auf dem Marktplatz sah er das die Räuber, die ihn überfallen hatten verhaftet wurden und auch die Münze bekam er wieder.

01:18:19: Davon kaufte er sich ein Stück Land mit einer Erzmine und stieß dort auf eine Goldader, eine Silberader, einen Eisenader.

01:18:26: Also im Prinzip

01:18:27: alles!

01:18:29: Und der junge Mann war reich und erfolgreich.

01:18:33: Frau Glück hatte gesiegt.

01:18:36: Okay heißt Geld ohne Glück geht nicht?

01:18:40: Ja

01:18:41: aber andersrum vielleicht auch oder?

01:18:45: Ja das ist die Frage.

01:18:46: also ich würde

01:18:47: sagen geht schon weil.

01:18:49: Er hat ja dann immer das Geld gefunden durch das Glück oder verdient.

01:18:53: Ja, aber

01:18:54: es ist ja Teil des Glücks, dass er das Geld

01:18:56: gefunden

01:18:57: hat und nicht irgendwie... Wäre

01:18:58: er ohne Geld auch glücklich?

01:19:00: Naja in dem Fall hätte er materielle Güter bekommen, aber die haben ja auch einen gewissen Gegenwert im Geld.

01:19:06: Also ganz ohne Geld geht das Glück vielleicht doch

01:19:08: nicht.

01:19:08: Doch nicht!

01:19:10: Aber Geld an sie ist erstmal Glückssache.

01:19:14: Und Geld allein macht aber nicht

01:19:15: glücklich quasi.

01:19:18: Voll das anti-kapitalistische Gedankengut.

01:19:21: Nicht, dass wir ihn noch zensiert werden!

01:19:25: Aber es ist ja gut, dass die beiden geheiratet haben und man kann es nicht so richtig trennen.

01:19:28: Beides im Haus ist immer gut auf jeden Fall.

01:19:30: Geld und Glück her?

01:19:32: Nämlich auch.

01:19:33: So...

01:19:34: Ich

01:19:34: habe mich für ein Märchen entschieden, dass sie Themen unserer letzten Folgen eigentlich sehr gut vereint.

01:19:39: Insbesondere Neid im Märchen und neidische Nachbarn.

01:19:43: Das Märchen stammt aus Italien und trägt den Titel Adamantina Und Adamantina ist eine von zwei Schwestern, deren Mutter gestorben ist und die in Armut leben muss.

01:19:54: Um eben irgendwie Leben zu können, spinnt Cassandra, die ältere Schwester Garn das Adamantiner dann auf dem Markt verkaufen soll.

01:20:01: Dort trifft sie eine alte Frau, die eine wunderschöne Puppe hat.

01:20:05: Von der ist Adamantina direkt hin und weg und tauscht das Garn gegen die Puppee!

01:20:10: Ist kein wirklicher Gegenwert.

01:20:11: aber die Alte hat halt Mitleid.

01:20:13: Und Adamantiner ist halt auch so schön und deswegen sagt sie okay ich nimm das Gern, nimm du die Pappe?

01:20:18: Ja ihr könntet euch denken Cassandra war davon überhaupt nicht begeistern und hat ihre Schwester erst mal verhauen.

01:20:24: Ja.

01:20:24: Adamantina nimmt dann ihre Puppe, hält sie zärtlich wie eine Mutter in den Armen, reibt sie mit Lampenöl ein, wickelt sie in Tücher und legt sie zu sich ins Bett.

01:20:32: also so ein bisschen wie ein Baby.

01:20:34: doch kaum ist Adamantine eingeschlafen beginnt die Puppet zu schreien Und ihr dürft jetzt mal raten was sie schreit.

01:20:41: Ich hab Hunger

01:20:43: Keine

01:20:43: Ahnung Bin.

01:20:44: das Baby muss nicht lieb haben.

01:20:47: Was wollen Babys noch wenn Sie nicht

01:20:49: Hunger haben?

01:20:50: Dann müssen wir kacken

01:20:51: Ja!

01:20:53: Oh.

01:20:53: Die Puppe schreit, Mama, ich muss kacken und da steht irgendwie ein Lächeln.

01:20:57: Nein!

01:21:01: Die fürsorgliche Adamantina breitet ihre Schürze unter der Puppee aus und sagt

01:21:06: jetzt

01:21:06: erleichtere dich mein Kind.

01:21:08: Und das tut die Puppei?

01:21:09: Was lässt sie plumpsen?

01:21:11: Gold.

01:21:13: Und ihr könnt es euch vorstellen, dass ist der Turning Point für die beiden Schwestern.

01:21:17: Fortan geht es ihnen gut und Sie können ein sorgenfreies Leben

01:21:20: führen.

01:21:21: Aber natürlich,

01:21:22: Nachbarn sind ja aufmerksam

01:21:23: wie wir gelernt haben.

01:21:24: Und ihnen fällt schon auf, irgendwie ist da was anders und die Schwestern machen den fatalen Fehler der aufmerksamen neidischen Nachbarin von der Puppe zu erzählen.

01:21:34: Die er sind daraufhin ein Trick!

01:21:36: Ihr Mann tut so als ob er betrunken wäre und bedroht seine Frau mit einem Schwert.

01:21:41: Sie flieht in scheinbarer Todesangst auf die Straße und die beiden Schwesters nehmen sie aus Mitleid auf Gewiefter Plan, der tatsächlich auch aufgeht.

01:21:49: Und so wird die Nachbarin im Hause des Schwestern dann auch Zeugeln das Kack-Ritual von der Puppe!

01:21:55: Ja nachts entführt sie die Puppee dann und sie und ihr Mann glauben, boah jetzt haben wir das Glück gefunden?

01:22:00: Doch die Pappe spricht Senora ich muss mal.

01:22:04: Sie sagt nicht Mama, Mama ich muss kacken weil sie kennt die Frau ja gar

01:22:07: nicht

01:22:08: und sie hat irgendwie scheinbar auch nicht so diese Bindung zu.

01:22:10: ihr Die Nachbarn denkt sich aber nichts dabei und sagt nur... steht auch so im Märchen, kack nur meine Tochter.

01:22:18: Ist doch klar

01:22:18: warum du das genommen hast?

01:22:21: Ich hatte gehofft es würde euch erheiten

01:22:23: auf jeden Fall!

01:22:26: Und die Puppe kackt.

01:22:28: aber

01:22:29: kein Geld

01:22:30: sondern kennen wir auch vom neidischen Nachbarn unvorstellbare Mengen stinkenden Kots?

01:22:37: Während die Frau noch beteuert sie habe doch gesehen wie die Pappe goldgekackt hat wirft der Mann die Pappas aus dem Fenster auf einen Misthaufen.

01:22:44: Und zur gleichen Zeit ist der König mit seiner Jagdgesellschaft unterwegs.

01:22:47: Jetzt gehen sie los und ja, auch der Holde-König muss halt mal auf Toilette!

01:22:52: Er erledigt also sein Geschäft, merkt dann aber dass er gar nichts dabei hat um sich zu säubern.

01:22:57: Also schickt er einen Diener los etwas zu suchen und der findet

01:23:00: was?

01:23:00: Die Puppe.

01:23:00: Die

01:23:01: Puppe.

01:23:02: Und der denkt so, damit geht's, bringt sie dem König den Grasch.

01:23:05: Ohne Puppen, damit kann ich mir den Achschaubwischen doch... Im nächsten Augenblick schreit er laut auf, weil sich die Puppe in seine Hinterbacken verblacht.

01:23:15: Nein!

01:23:18: Alle Diener und Begleiter kommen zusammen um den König der vor Schmerz gekrümmt am Boden liegt zu helfen.

01:23:24: Sie gehen an der Puppee zu zerren doch je mehr sie ziehen und reißen desto mehr leidet der König Und es findet sich keiner der die Pappe von des Königs Hintern lösen kann.

01:23:33: Ja, einmal weist sie in dermaßen sogar in die Hoden.

01:23:37: Dass er am Hellentage die Sterne anbietet.

01:23:41: Steht auch so im Märchen!

01:23:44: Und so verkündet

01:23:45: er in seiner

01:23:46: Verzweiflung das derjenige, der es schaffe, die Puppe von seinem Hintern zu lösen, ein Drittel seines Königsreichs bekommen soll und handelt sich um eine Jungfrau, wer hätte ihr selbstverständlich heiraten?

01:23:59: Dies wird im ganzen Land verkündet und es kommen viele.

01:24:01: Doch sobald sich jemand dem König auch nur nähert, fügt die Puppe ihm noch mehr Schmerzen zu.

01:24:07: Und so verliert er nach und nach jede Hoffnung.

01:24:09: Eines Tages aber erfahren auch Cassandra und Adamantina, die viel um ihre Puppee getraut haben vom König und machen sich auf den Weg zu ihnen.

01:24:17: Cassandra beginnt dann auch erst mal in die Pappe mit allerhanden Zärtlichkeiten zu umschmeicheln, macht aber alles nur noch schlimmer.

01:24:23: Dann versucht Adamantiner ihr Glück!

01:24:25: Und die Puppe

01:24:26: erkennt ihre Mama,

01:24:28: löst sich vom Hintern des Königs und wirft sich Adamantina in die Arme.

01:24:31: Es kommt wie es kommen muss, Adamantiner heiratet den König, Cassandra wird ebenfalls Ehrenwert verheiratet.

01:24:38: Die Puppee aber, die die prächtigen Hochzeiten der Schwester miterlebt hat und durch ihr schicksalhaftes Wirken die Zukunft der beiden Frauen gesichert sieht verschwindet eines Tages spurlos und niemals wieder hat man etwas

01:24:49: von ihr gehört!

01:24:51: Witzig.

01:24:52: Ich finde, du hast nicht so viel versprochen.

01:24:55: Und ich möchte auch mal sagen... ...ich weiß nicht mehr in welcher Folge wir das hatten aber Fekalien im Märchen?

01:25:00: Ich habe geliefert ne?

01:25:01: Ja!

01:25:01: Das stimmt.

01:25:02: Also wir haben das erfüllt.

01:25:03: Ich erzähle nur noch die Pinguine.

01:25:08: Das ist dein Job.

01:25:11: Da aus der Nummer kommt es ordentlich raus.

01:25:15: Was sagt ihr zu dem Märchen?

01:25:16: jetzt mal

01:25:17: unabhängig.

01:25:19: Von der Absurdität.

01:25:21: Mir gefällt's, ja!

01:25:23: Ich find das auch richtig gut und schwankhaft.

01:25:26: Und die Idee dass dann die Puppe quasi ihnen Reichtum verschafft finde ich sehr witzig.

01:25:32: Ja

01:25:33: aber da auch wieder am Anfang verschafft sie ihnen Geld und am Ende Glück

01:25:38: Genau.

01:25:38: Es passt eigentlich total gut zu Jenny's Märchen, weil sich beides dann am Ende schließt und sie hat ja die Puppe auch aus einem Akt des Mitleids bekommen.

01:25:48: Das haben wir auch oft im Märchen.

01:25:49: Dass Güte oder Mitleid so was auch befeuern und oft dafür sorgen dass du als mittellose Hauptfigurin ein Märchen am Ende doch zu Reichtum

01:25:58: und Glück gelangst.

01:25:59: Wir sehen glaube ich.

01:26:00: also Darstellung von Geld im Märchens ist... Viel schlichtig.

01:26:04: Es erscheint als Wunschobjekt, als Prüfstein, moralischen Handels, als Symbole soziale Ordnung und zugleich

01:26:11: etwas

01:26:11: auch irgendwie gefährliches, verführerisches und vergängliches.

01:26:15: Märchen erzählen selten ökonomische Prozesse wirklich realistisch vielmehr wird Geld symbolisch eingesetzt um Werte, Machtverhältnisse und menschliche Charakter zu gesichtbar zu machen.

01:26:26: so fungiert Hab ich mir so gedacht, Geld vor allem als Zeichen von Mangel und sozialer Not.

01:26:32: Da können wir uns wieder sehr gut auf die Bremer Stadtmusikanten beziehen.

01:26:36: Denn viele Märchen beginnen ja auch mit Armut.

01:26:38: Wenn wir mal die Märchen aus den letzten Folgen so durchgehen würden, hätten wir da sehr viele Märchens, bei denen das die Ausgangssituation ist.

01:26:46: Das heißt, Mangel ist Ausgangspunkt Triebfeder der Handlung.

01:26:49: Hungere Familien verabendete Mütter, arme Kinder im ganz schlimmsten Fall.

01:26:53: Armut erzeugt Bewegung und Dynamik ihr Umfeld verlassen, wörtlich das Haus oft verlassen Aufgaben erfüllen in die Fremde ziehen.

01:27:02: Das heißt Geld als Besitz ist Existenzsicherung, Voraussetzung gesellschaftlicher Teilhabe, Motivation und der ökonomische Mangelverweis dabei natürlich oft auf reale vor moderne Lebensverhältnisse bäuerlicher Gesellschaften.

01:27:16: Geld ist ja dann aber auch eben ein Antrieb für Mobilität.

01:27:20: Ja!

01:27:20: Und auch im Sinne von eine bessere Zukunft einen besseren Ort.

01:27:23: ich meine dass es hier bei uns, also meine Großeltern sind damals auch wegen der Arbeit und der wirtschaftlichen Verhältnisse in's damals noch relativ blühende Gelsenkirchen

01:27:32: gekommen.

01:27:33: Und ich finde sogar Mobilität im Sinne klar von Fortbewegung aber auch vielleicht von geistiger Mobilität dass du bekannte Muster durchbrechen musst und hinter dir lassen musst und überlegen musst okay gibt es nicht?

01:27:44: Vielleicht doch einen klugen Auswirk aus meiner Situation haben mir ja zum Beispiel so gesehen auch beim... gestiefelten Kater gehabt, der ja auch für die Hauptfiguren durch seine Clevernis, durch seine geistige Mobilität sozusagen irgendwie das erwirkt hat.

01:28:02: Was glaube ich auch sehr deutlich geworden ist, dass Geldbelohnung für Tugend im Märchen ist.

01:28:07: Reichtum wird sich häufig nicht erarbeitet in klassischen Sinne von Arbeit, sondern verdient durch moralische Qualität.

01:28:15: Natürlich spielt da auch Fleiß eine

01:28:16: Rolle.

01:28:17: Goldmarie lässt grüßen... Absolut!

01:28:18: Genau.

01:28:19: aber auch Bescheidenheit, Hilfsbereitschaft, Geduld, Ehrlichkeit sind ganz wichtige Tugenden die als charakterlich reich wertvoll gelten.

01:28:29: Dann ist Geld natürlich immer eine Versuchung und moralische Gefahr.

01:28:33: Denken wir zum Beispiel auch an der Arme, um an unsere Arme und Reichfolge zu

01:28:36: machen?

01:28:37: Der war zum Ende immer noch reich aber unglücklich total.

01:28:39: Weil das Pferd tot war und die Epa sich gestritten hat.

01:28:42: Das gab nur Scheldworte usw.

01:28:44: Genau!

01:28:45: Und da greifen dann natürlich auch so Dinge wie Neid- und Habgierfischer und seine Frau ich kann nicht genug von einer Sache kriegen oder Rumpelstitzen, der König, der immer mehr und mehr haben

01:28:56: möchte.

01:28:56: Noch größere Kammer.

01:28:59: Diese maßlose Gier, genauso auch wie der maßloße Neidem über dem japanischen Märchen letzte Mal gesehen haben

01:29:05: führt

01:29:06: natürlich immer zu einer Strafe und auch zu einem Verlust.

01:29:09: Verluste Reichtumsverlust

01:29:11: des Lebens auch

01:29:12: genau das Leben soziale Isolation oder auch denken wir an den Pispott die Rückkehr zur Armut.

01:29:20: Geld ist aber trotzdem irgendwie auch nicht automatisch realistisch dargestellt.

01:29:25: Das ist ja meistens in Form von Gold und es erscheint oft plötzlich, es ist oft irgendwie unerschöpflich, endlose Reichtümer oder sowas.

01:29:34: Wir haben Schatzkammern, goldene Haare dieses Goldspinnen Edelsteine verwunschtende Schätze.

01:29:40: Es geht da sogar nicht so sehr um die Kaufkraft sondern ich bin erwählt um diesen Reichtum haben zu dürfen.

01:29:46: Ich hab

01:29:46: eben Glück

01:29:47: diesen Reichtum haben zu dürfen.

01:29:49: Ich habe vielleicht auch die königliche Würde erlangt, mit der mir dieser Reichturm jetzt zusteht...

01:29:54: ich möchte aber auch nicht teilen obwohl ich sehr viel habe zum Beispiel Ali Berber und die vierzig Räubern.

01:29:58: Genau

01:29:59: letztlich

01:30:00: und das ist ja heute sehr deutlich geworden Geld als Prüfstein von Charakter.

01:30:05: es ganz oft

01:30:06: so

01:30:06: dass die Figuren durch Geld ihren moralischen Kern sichtbar machen.

01:30:12: Der gute Teichengt hilft armen und bleibt bescheiden, der Böse hortet geizt will immer mehr nutzt schwache aus und wird oft auch hochmütig.

01:30:21: das Melchen bewertet also nicht Geld an sich sondern eher den Umgang mit Reichtum und die innere Haltung gegenüber Besitz.

01:30:28: wahre Werte, das ist glaube ich ein zentrales Märchemotiv sind eben nicht käuflich und daher finden sich eben oft unscheinbare Helden oder verborgen schöne Arme aber gute Figuren wertlose Gegenstände die plötzlich eine magische Kraft haben als die zentrale Elemente die dann Reichtum spenden oder Reichtung erhalten.

01:30:48: Es ist ja ganz oft auch so dass da nicht wie drei verschiedene Gegenständee eins aus Gold, eins aus Silber Ja, so ein

01:30:53: Steigerum.

01:30:55: Und natürlich ist das aus dem Schlechtestmitteil das Beste weil das irgendwie Zauberfähigkeiten hat oder wie

01:31:00: auch immer.

01:31:01: Das heißt Märchen relativiert diesen materiellen Reichtum unserer kapitalistischen Welt zugunsten von moralischer Reinheit, Liebe, Güte und Demut.

01:31:11: Von daher ist unsere Welt eigentlich überhaupt nicht mehrchenhaft?

01:31:16: Nein, finde ich noch auch

01:31:18: nicht.

01:31:19: Total.

01:31:19: Das ist das, was ich vorhin meinte.

01:31:21: Wir wissen das und lesen das.

01:31:22: Wir stimmen wahrscheinlich mehr oder weniger bis zu einem gewissen Punkt diesen Aussagen zu.

01:31:28: Und werden aber dann in eine Welt entlassen, in der wir selbst da eigentlich nichts ändern können, wenig ändern können

01:31:35: Fragezeichen.

01:31:36: In der wir uns da arrangiert haben und in der ja wahrscheinlich auch daran ...

01:31:41: Ja, am Ende sind wir auch Systemhuren.

01:31:43: Natürlich!

01:31:43: Wir richten

01:31:45: uns ja alle darauf ein.

01:31:46: Auch dieses Konzept nicht stimmt dass man wenn man wirklich mega fleißig ist das man auch zu was kommt oder wenn man bescheiden oder was auch immer.

01:31:54: und Reiche die jetzt zum Beispiel keinen guten Charakter haben die werden ja auch nicht bestraft.

01:32:00: Da fällt mir gerade niemand ein auf dieser Welt.

01:32:04: Und das ist eben der große Unterschied, glaube ich.

01:32:07: Ich hoffe, dass es heute auch noch mal deutlich geworden ist.

01:32:09: Im Märchen ist Geld halt selten selbst Zweck.

01:32:12: Es dient eigentlich immer dazu, moralische Ordnung sichtbar zu machen, soziale Wünsche zu formulieren, menschliche Charaktere zu prüfen und den Gegensatz zwischen diesen äußeren materiellen Reichtum- und inneren Werts zu zensieren.

01:32:23: Das heißt, Märchen erzählen weniger von Wirtschaft als eben von Gerechtigkeit.

01:32:28: aber auch dieses Gerechtigkeitsding hängt irgendwie doch wieder am Geld.

01:32:33: Ja, ist total ambivalent.

01:32:34: Auf der einen Seite ... hat es diesen Glanz?

01:32:40: Mhm ja!

01:32:41: Dieses Jahr die Goldmarie, da steckt sie auch im Namen drin, das ist dann quasi der Zuckerguss auf ihr, der sie halt erhebt auch und von weit her sichtbar zu einer besseren Person macht irgendwie.

01:32:54: Auf den anderen Seite ist es aber trotzdem immer boah, pass auf dass du nicht abhebst.

01:32:58: ne

01:32:59: Ja, das schwingt schon immer nichts.

01:33:01: Dass man immer so denkt, geht das wohl gut?

01:33:04: Also ein sehr symbolisch aufgeladener Gegenstand...

01:33:09: Ja und eigentlich dann doch am Ende relativ realistisch finde ich.

01:33:16: Das ist auch mein Umgang mit Geld zum Ausgeben da natürlich mit einem gewissen Pufferchen.

01:33:25: Es gibt einfach viele schöne Dinge, die ich mir auch gerne kaufe.

01:33:28: Aber wenn man mal drüber nachdenkt, dass du das am Ende mit deiner Lebenszeit bezahlt hast... Gut!

01:33:34: Es gibt Tage da ist der Job besser, da ist das aufbringende Lebenszeit nicht ganz so schlimm und es gibt aber auch Tage wo man sich denkt was mache ich hier eigentlich?

01:33:42: Da darf man vielleicht nicht zu viel daran nachdenken weil man sonst das System doch zu sehr hinterfragt vielleicht.

01:33:50: Aber außerhalb des Systems kannst du halt auch nicht so richtig existieren, wenn du nicht gerade irgendwie weiß ich nicht was geerbt hast und dann da solange irgendwie dich in die Wildnis zurückziehst bis das aufgebraucht ist oder so.

01:34:05: ist es ja das Geld, was ich in meiner Definition gesagt habe.

01:34:08: Das Geld neutral ist... ...das ist eigentlich für die wenigsten so.

01:34:11: Es ist immer mit Emotionen verbunden,... ...es ist mit positiven oder negativen Emotions... Manche

01:34:16: E können sich auch richtig von Geld.

01:34:19: Aber eigentlich ist es eine totale Ambivalenz,... ....die wir halt irgendwie händeln müssen.

01:34:22: Weil auf der einen Seite hängt einfach unser Leben nun mal komplett vom Geld ab!

01:34:28: Wenn wir kein Geld haben geht es uns erstmal zumindest jetzt aus... wirtschaftlicher Sicht schlecht.

01:34:33: Und ganz viele Wege bleiben dir einfach verschlossen.

01:34:36: und gleichzeitig, das zeigen Märchen eben auch gibt es einmal diesen... moralischen Aspekt, der dich auch dazu anleitet.

01:34:43: Und ich finde, Bremer Stadtmusikern ist eines der Märchen aber auch viele andere Märchen die wir hatten, die schon auch da zu anregen wirklich darüber nachzudenken und so was wie Drehwermann oder sehr umso mehr und das heißt ja nicht dass man ihm zustimmen muss.

01:34:56: es heißt doch nicht dass ihr uns zustimmen musstes geht ja wirklich um diesen Gedankenprozess der dahinter steckt.

01:35:00: Es zeigt einmal wieder Notmacht erfinderisch auch.

01:35:03: Voll!

01:35:06: durchaus diese moralische Komponente nehmen, die eben dann im Märchen zu diesem Thema drinsteckt und da wie gesagt ja in vielen Punkten sicherlich auch mehrheitlich zustimmen würden.

01:35:15: Ja bei dieser Betragung in unserer Realität, die funktioniert halt nicht.

01:35:18: also wir leben da in wirklich dieser Ambivalenz zwischen märchenhafter Vorstellung und grauer Fragezeichen Realität.

01:35:25: Die Analogie greift ja nicht so richtig das stimmt.

01:35:29: Wir können diesen Widerspruch vielleicht gar nicht auflösen weil natürlich möchten auch moralisch gut sein und ich glaube, niemand möchte Geld verdirbt den Charakter oder so zustimmen.

01:35:39: Aber gleichzeitig sind wir dem natürlich so ausgeliefert und so abhängig davon dass es natürlich auch schwer ist das wirklich umzusetzen.

01:35:46: vielleicht immer oder

01:35:47: aber auf der anderen Seite werden wir gleich im Anschluss an die Folge anstoßen darauf, dass sich eine Geheitserhöhung bekommen habe und Jenny sich was großes teures gekauft hat.

01:35:55: Ja natürlich!

01:35:56: Und wir freuen uns darüber!

01:35:59: Jeder für sich selbst und aber auch für die anderen.

01:36:01: Natürlich, das ist ja auch legitim irgendwo!

01:36:04: Ja weil im Endeffekt ist es einfach eine Verbesserung deiner persönlichen wirtschaftlichen Situationen und dadurch kannst du den dann natürlich auch mehr irgendwie... Und

01:36:13: vor allen Dingen wenn Du auch wirklich andere Zeiten miterleben kannst.

01:36:16: wie's sein kann ohne Geld dazustehen?

01:36:19: Das prägt einen schon auch fürs Leben glaube ich.

01:36:22: Absolut absolut

01:36:24: Ja super komplexes Thema.

01:36:26: vielleicht schließen wir das einfach mal damit.

01:36:28: Wenn ihr möchtet, dass wir ein bisschen mehr finanzielle Unabhängigkeit von unserem Job erlangen dann.

01:36:34: Liked doch diese Folge, folgt uns auf Instagram.

01:36:36: Und kauft die Tischkalender mit meinen Sinnsprüchen unter der Nummer

01:36:39: nur zwei.

01:36:40: So darf man eine Umfrage machen und wenn ihr den haben möchtet, dann bringen wir dir den in Druck.

01:36:45: Das sprechen wir euch!

01:36:49: Aber du kannst davon abgesehen würden uns sehr über eure Unterstützung freuen Wenn ihr uns eine positive Bewertung da lasst uns vielleicht weiter empfehlt und uns auf TikTok und Instagram folgt.

01:36:58: bei das hilft uns wirklich

01:36:59: sehr Ja, und wenn wir gleich von Jennys neuem Reichtum nicht erstickt sind dann?

01:37:05: Hören wir uns in der nächsten Folge!

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