Folge 119 – Märchenkunde: Schürzenneid und Bettplatztausch

Shownotes

Es war einmal… die Königin, die Schneewittchen mit einem Apfel vergiftet. Die Mutter, die ihre Kinder im Wald aussetzt. Die Hexe, die die Königin im Bade erstickt. Und die Alte, die ihrer Stieftochter den Kopf abschlagen will. Was alle diese Frauen gemeinsam haben? Sie gehören zu den Top-Bösewichten im Märchen, vielleicht ist sogar niemand böser als sie. Denn sie sind: die böse Stiefmutter.

In dieser Märchenkunde schauen wir uns eine der bekanntesten und charakteristischsten Figuren des Märchens genauer an. Wir beleuchten den Trope der bösen Stiefmutter und vergleichen die Rolle von Stiefmutter und leiblicher Mutter im Märchen sowie ihre Wechselwirkung. Außerdem schauen wir uns die historischen Hintergründe an: Woher kommt die Idee, dass Stiefmütter so böse sind? Hat das einen historischen Bezug? Gibt es dafür wissenschaftliche Belege? Und vor allem: Wie kommt es, dass kein Märchen-Topos so große Auswirkungen auf die Wirklichkeit hat wie der der bösen Stiefmutter?

  • Musik: Archivproduktion des musikhistorischen Studios der Deutschen Grammophon Gesellschaft, "Quartett für Blockflöte, Oboe, Violine und Continuo G-Dur", Georg Philipp Telemann, 1.Satz (Intro) und 3. Satz (Outro).

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